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Chronik Wien
07/26/2021

Nordostumfahrung: Für Ring um Wien fehlen 20 Kilometer

Projekt aus der Ära Häupl/Pröll. Die Straßen auf niederösterreichischer Seite sind fertig, nur das Schlussstück in Wien fehlt.

von Martin Gebhart

Das letzte Stück der Schnellstraße S1 mit dem Lobautunnel sollte jenes große Straßenprojekt vollenden, auf das sich Wien und Niederösterreich vor Jahrzehnten geeinigt hatten: Ein Ring um Wien, der die Bundeshauptstadt vom Durchzugsverkehr befreit und vor allem die Südosttangente A23 entlastet.

Der gesamte Ring wäre rund 195 Kilometer lang, bis jetzt sind aber nur 175 Kilometer befahrbar. Zum Ring zählen die S33 von St. Pölten nach Krems, die Donaubrücke bei Traismauer, die S5 bis zur Anschlussstelle Stockerau, die A22 und weiters die S1, die dann bei Vösendorf in die A21 bzw. die A1 mündet.

Auf niederösterreichischer Seite wurden alle Straßenprojekte verwirklicht, nur das Stück von Schwechat nach Süßenbrunn fehlt eben noch. Wobei die Donaubrücke bei Traismauer der schwierigste Abschnitt war. Auch da gab es großen Widerstand von Straßengegnern. Eröffnet wurde die Brücke 2010.

A23 als Flaschenhals

Wenn die damaligen Landeshauptleute Erwin Pröll und Michael Häupl zusammentrafen, war es immer wieder ein Thema, warum das Schlussstück für den Ring rund um Wien noch fehle. Von Häupl kam dann die Ansage, dass das Projekt umgesetzt werde. Was auch sein Nachfolger Michael Ludwig versichert.

Warum Wien großes Interesse haben muss, dass der Ring – vielfach wird er auch als Regionenring bezeichnet – vollendet wird, liegt auf der Hand. Derzeit muss der Durchzugsverkehr noch immer über die A23, die verkehrstechnisch ein Flaschenhals ist. Aber auch NÖ ist stark daran interessiert, dass bei der S1 etwas weitergeht. An sie soll dann die geplante Marchfeld Schnellstraße S8 anschließen. martin gebhart

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