© Daniel Zupanc

Wien
12/19/2016

Affennachwuchs im Schönbrunner Zoo

Im Jahr 2012 sind die Bärenstummelaffen in das wiedereröffnete Historische Affenhaus im Tiergarten Schönbrunn eingezogen. Seit Freitag gibt es erstmals Nachwuchs.

Der Tiergarten Schönbrunn ist einer der wenigen Zoos, die Bärenstummelaffen halten. Die Aufzucht in Gefangenschaft ist schwer. „Das Jungtier ist etwa 400 Gramm schwer und klammert sich an seiner Mutter Kwaku fest. Kwaku kümmert sich fürsorglich und das Kleine trinkt brav. Derzeit schaut alles gut aus“, ließ Tiergartendirektorin Dagmar Schratter über einer Aussendung mitteilen. Zum Geschlecht des Jungtieres lässt sich bisher noch nichts sagen, Tierpfleger konnten es bislang noch nicht erkennen.

Sollte das Affenbaby weiblich sein, dann wird es den Namen Marie erhalten, in Andenken an das einen Tag vor der Geburt verstorbene gleichnamige Weibchen.

Jagd als Problem

Das Verbreitungsgebiet der Bärenstummelaffen ist klein. Sie bewohnen die Regenwälder Westafrikas von Gambia bis zur Elfenbeinküste. Bärenstummelaffen stehen als „bedroht“ auf der Roten Liste. Hauptgrund dafür ist, dass die Wälder zunehmend vom Menschen genutzt werden und ihr Lebensraum dadurch verloren geht. Ein großes Problem stellt aber auch die Jagd dar.

Bärenstummelaffen haben ein glänzendes schwarzes Fell. Nur an den Schultern und rund um das Gesicht sind die Haare grau. Der lange Schwanz, der ihnen beim Springen durch die Bäume als Steuerungselement dient, ist weiß gefärbt. Ganz anders sieht das Jungtier aus. Schratter: „Bei der Geburt ist das Fell der Bärenstummelaffen weiß. Erst im Alter von etwa drei Monaten bekommen sie ein schwarzes Fell wie die erwachsenen Tiere.“

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