© APA/HELMUT FOHRINGER

Wien
12/07/2014

Nach Mauereinsturz: Baupolizei am Zug

Wie ein "Puppenhaus": Mieter durften nun in Begleitung über eine Drehleiter kurz in die Wohnungen.

Das Haus auf der Wiener Mariahilfer Straße, bei dem die Außenmauer eines Stiegenhauses weggebrochen ist, bleibt vorerst zum Teil unbewohnbar. Mieter durften am Sonntagvormittag allerdings in Feuerwehrbegleitung über eine Drehleiter durch Fenster kurz in ihre Wohnungen einsteigen, um Wertsachen, Dokumente und Medikamente zu holen. Bei den Erhebungen sind nun Statiker und Baupolizei am Zug.

Die Bewohner hatten am Samstag rasch ihre Unterkünfte verlassen müssen. "Es war Gefahr in Verzug und es gab keine Möglichkeit, wichtige Dinge mitzunehmen", sagte Feuerwehrsprecher Christian Feiler. Daher ermöglichte man ihnen heute einen kurzen Zutritt in die Wohnungen. Um die Drehleiter entsprechend zu positionieren, wurde die (äußere) Mariahilfer Straße bis kurz nach Mittag erneut gesperrt.

Eine Hausbewohnerin hatte Samstag gegen 15.00 Uhr Risse entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Von den Experten wurde die Situation als gefährlich eingeschätzt, die fünf anwesenden Bewohner wurden sofort in Sicherheit gebracht. Unmittelbar darauf stürzte eine Außenmauer eines Stiegenhauses weg, aber nicht - wie es in ersten Berichten hieß - die Stiege selbst ein. "Es hat rums gemacht, da war die Mauer weg", schilderte Feiler. "Man kann nun in die Stiege hinein sehen wie bei einem Puppenhaus." Die Bewohner und Einsatzkräfte hatten Glück gehabt.

Heizstrahler

An dem Altbau mit drei Stockwerken finden derzeit Bauarbeiten statt. Es muss nun geklärt werden, ob es einen Zusammenhang mit dem Einsturz gibt. Vor allem stellt sich für die Bewohner die Frage, wann sie wieder in ihre Wohnungen zurück dürfen. Die Räumlichkeiten von zwei nicht betroffenen Stiegen können benutzt werden, allerdings gab es vorerst weder Gas noch Wasser. Laut ORF hat die Stadt Wien als erste Maßnahme Heizstrahler zur Verfügung gestellt.

Bilder vom Einsatzort:

haus droht einzustürzen mahü…

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