Zwei Mal wöchentlich ging die Tochter zum Ballett-Kurs

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Chronik Wien
04/14/2019

Mutter erzählt: Ausbildung an der Staatsoper ist „Prestige“

Nach einem Jahr hörte ihre Tochter wieder auf, weil ihr die Ausbildung zu streng gewesen war.

von Lisa Rieger

Veronika war in der ersten Klasse Volksschule. Regelmäßig besuchte sie eine Ballettklasse in ihrem Heimatort in NÖ. Ihre Lehrerin zeigte sich begeistert, wie talentiert das junge Mädchen ist. Zu ihrer Mutter sagte die Lehrerin, Veronika habe die Voraussetzungen, die Aufnahmeprüfung an der Ballettakademie der Staatsoper zu schaffen.

Und tatsächlich, sie wurde aufgenommen. Ein Jahr lang ging sie zwei Mal in der Woche zum Training. „Nach einem Jahr hat sie aber aufgehört“, erzählt ihre Mutter, Dorelies Hofer.

"Ist auch nicht die Ballettschule im Dorf"

„Es war ihr zu streng, zu hart. Sie hat gesagt, dass sie nicht weitergehen möchte“, fährt sie fort. „Es war ein ganz schöner Drill. Aber gut, es war auch nicht die Ballettschule im Dorf, das muss man schon sagen. Aber das Ganze hatte irgendwo auch seine Grenzen“, lässt sie die Zeit Revue passieren.

„Ich habe es damals unter dem Aspekt gesehen, dass es ein Erfolg war, aufgenommen zu werden. Es ist schon mit Prestige verbunden, in der Staatsoper Ballett zu tanzen. Und auch ein gewisses Flair geht damit einher“, sagt sie. Im Nachhinein sei Veronika auch immer stolz gewesen, sagen zu können, dass sie in der Staatsoper getanzt hat. „Die jetzigen Vorwürfe finde ich schlimm“, fügt sie hinzu.

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