Chronik | Wien
09.09.2018

Frau in Wien-Leopoldstadt erstochen: Tatverdächtiger festgenommen

Reanimationsversuche blieben erfolgslos. Nachbarn hatten zuvor lauten Streit gehört.

Samstagabend wurden Polizeibeamte in ein Wohnhaus in der Ybbsstraße (2. Bezirk) gerufen. Nachbarn hätten den lautstarken Streit eines Paares gehört. Kurz vor 19 Uhr entdeckten die Polizisten eine 50-jährige Frau in ihrer Wohnung. Sie war mit Messerstichen im Halsbereich verletzt worden. Die Reanimationsversuche der Rettungskräfte blieben erfolglos.

Den mutmaßlichen Täter, einen 40-jährigen Mann, konnte die Polizei mithilfe von Zeugenaussagen wenig später bei einem Lokal in der Quellenstraße (10. Bezirk) festnehmen. "Er hat gleich gesagt, dass er der Gesuchte ist", sagte Polizei-Pressesprecher Paul Eidenberger.

Sonntagvormittag liefen die Ermittlungen des Landeskriminalamt Wien, Gruppe Fischer, auf Hochtouren. Nachderzeitigem Informationsstand sind Opfer als auch mutmaßlicher Täter irakische Staatsbürger, der Verdächtige ist Asylwerber. Das Motiv war Sonntagmittag noch unklar, ebenso das Verhältnis, in dem Opfer und mutmaßlicher Täter zueinander standen.

"Häufig gestritten"

Nachbarn erzählten am Sonntag indes, dass die Frau Rosa geheißen und  schon länger - zuvor allein - in der Wohnung gelebt habe. Der Verdächtige, sei vor ein, zwei Monate zu ihr gezogen. Sie hätten sogar von Heirat gesprochen. In jüngster Zeit hätten sie dann aber häufig und sehr laut gestritten. Ein Nachbar erzählt, dass sich Rosa vom Mann Geld ausgeborgt hatte, es ihm aber nicht zurückgeben konnte. Er erzählt weiter, dass seine Tochter ein Streitgespräch am Samstag mitbekommen habe. Dabei hätte die Rosa dem Tatverdächtigen vorgeworfen, Probleme in ihr Leben zu bringen.

Eine Obduktion des Opfers wurde angeordnet. Der Verdächtige sollte am Sonntag noch befragt werden.