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Chronik Wien
07/17/2019

Messerattacken in Wien-Favoriten: Polizei sucht rund 25-jährigen Mann

Der Täter war zu Fuß unterwegs und attackierte zwei Frauen mit einem scharfkantigen Gegenstand ohne ersichtlichen Grund.

Nach den Messerattacken in Wien-Favoriten sucht die Polizei einen etwa 25-jährigen jungen Mann mit dunklen kurzen Haaren. Das hat sich nun unter anderem aus der Befragung der beiden angegriffenen Frauen ergeben. Die beiden Opfer wurden laut Polizeisprecher Paul Eidenberger einvernommen. Sie waren am Tag danach bereits auf dem Weg der Besserung.

Die Befragung der 40- und der 21-jährigen Frau bestätigte Eidenberger zufolge den Ablauf der Tat im Wesentlichen. Demnach stach der bisher Unbekannte gegen 19.15 Uhr innerhalb nur weniger Sekunden auf die beiden im Bereich des Humboldtplatzes ein und entkam unerkannt. Der Täter war zu Fuß unterwegs und attackierte zunächst die 40-Jährige mit einem scharfkantigen Gegenstand ohne ersichtlichen Grund. Er versetzte ihr einen Stich im Genickbereich. Die Verletzung dürfte aber zum Glück nicht so tief sein.

Schwangere wurde verletzt

Das Opfer konnte in ein nahegelegenes Restaurant in der Keplergasse flüchten. Daraufhin ging der Mann wenige Meter weiter und stach auf die 21-Jährige ein, die er im Brustbereich verletzte. Ihre Verletzung war schwerer als die des anderen Opfers. Die 21-Jährige dürfte schwanger sein. Beide Frauen wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei hielt an den Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Mordes fest.

Nach dem Täter wurde sofort - jedoch erfolglos - gefahndet. "Dabei kam auch ein speziell auf Blut trainierter Spürhund zum Einsatz", sagte Eidenberger. Aus den Einvernahmen der beiden Frauen ergab sich jedenfalls, dass es sich um ein- und dem selben Täter handeln dürfte. Die Betroffenen beschrieben den etwa 25-jährigen Dunkelhaarigen als etwa 1,75 Meter groß und schlank.

Schreie drangen bis in Lokal

Dass das Motiv in einer Beziehungstat zu suchen ist, wurde am Mittwoch immer unwahrscheinlicher. Beide Frauen dürften den Aggressor nicht gekannt haben. Ebenso wenig kannten sie einander.

Der Gastronom, in dessen Restaurant sich das 40-jährige Opfer geflüchtet hatte, schilderte im Gespräch mit der APA die dramatischen Momente. Demnach bat sie um Hilfe, wie Orkan Ö. erzählte. "Wir haben ihr sofort Eis und Tücher für die Verletzung beschafft. Dann habe ich die Polizei verständigt." Aus dem Park am Humboldtplatz habe er Schreie vernommen. Den Täter habe er nicht gesehen, sagte der Gastwirt.

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