Mutmaßlicher Muttermord: Polizei war mehrfach bei Familie

Mutmaßlicher Muttermord: Polizei war mehrfach bei Familie
Der 22-jährige Sohn wurde festgenommen. Die Frau starb später im Krankenhaus.

Ein 22-jähriger Österreicher steht im Verdacht, in der Nacht auf Mittwoch seine 54 Jahre alte Mutter im Zuge eines Streits mit einem Messer angegriffen und getötet zu haben. Nach der Attacke bat der Verdächtige offenbar Nachbarn um Hilfe.

Die Polizisten, die zuerst am Tatort in der Rößlergasse in Wien-Liesing eintrafen, begannen sofort mit der Reanimation, ehe die Rettung übernahm und die Frau in ein Krankenhaus brachte. Dort erlag die 54-Jährige ihren Verletzungen. Sie dürfte zwei oder drei Einstiche im Halsbereich gehabt haben. Die Bluttat soll sich gegen 21 Uhr ereignet haben.

Der 22-Jährige wurde noch vor Ort festgenommen. Offenbar war die Polizei nicht zum ersten Mal an dieser Adresse. Laut Nachbarn soll es in den vergangenen Monaten mindestens fünf Einsätze gegeben haben.

Küchenmesser als Tatwaffe

In einer ersten Einvernahme bestritt der Mann die Tat. Er lebt in einer betreuten Wohneinrichtung. Die Tatwaffe, ein Küchenmesser, wurde sichergestellt - nun wird untersucht, ob darauf Spuren des Verdächtigen zu finden sind.

Das Opfer hinterlässt noch eine Tochter. Diese zeigte sich fassungslos über die Geschehnisse in der Wohnung in Erlaa.

Mutmaßlicher Muttermord: Polizei war mehrfach bei Familie

Alexandra P. wohnt gegenüber des Tatorts und sagt zum KURIER: “Ich lebe seit 2021 hier, damals wurden die Häuser neu gebaut. Ich habe gesehen, dass in der Nacht plötzlich viel Polizei und Rettung da waren. Das sind hier keine billigen Wohnungen, da erwartet man sowas nicht. Momentan fühl ich mich schon unwohl, auch weil ich zwei kleine Kinder hab.”

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