Chronik | Wien
31.03.2018

Mann rettete sich durch Sprung auf U-Bahngleise vor Bewaffnetem

Ein 46-Jähriger bedrohte einen Kontrahenten in Wien-Simmering mit einem Messer.

Ein 24-Jähriger hat sich in der Nacht auf Karsamstag durch einen Sprung auf die Gleise der U3 in Wien-Simmering vor einem mit einem Messer Bewaffneten gerettet. Laut Polizeisprecher Daniel Fürst kam ein 46-Jähriger kurz vor Mitternacht schreiend in die Station Gasometer, wo sich ihm der jüngere Kontrahent zunächst in den Weg stellte.

Im Zuge des Streits hielt der 46-Jährige seinem Widersacher ein Messer unter die Nase. Der 24-Jährige sprang auf die Gleise und brachte sich in Sicherheit. Bevor ein Zug in die Station fuhr, kletterte er wieder auf den Bahnsteig. Der Aggressor stieg unterdessen in den Zug und fuhr bis zur Station Schlachthausgasse, wo die Wiener Linien die Garnitur aufhielten, bis die Polizei eintraf. Zeugen zeigten den Beamten den Mann, die ihn daraufhin festnahmen.

Der 46-Jährige stellte sich bei einer ersten Befragung dumm. Er wurde zunächst aber nicht einvernommen, weil er 0,46 Promille intus hatte. Das Messer wurde in der Station Gasometer sichergestellt. Laut der Aussage des 24-Jährigen war das Zusammentreffen zufällig. Er habe den Mann nie zuvor gesehen, gab das Opfer an.