Lorenz-Böhler-Spital: So geht es mit dem Gebäude weiter

Der Modulbau soll bis Mitte 2026 fertiggestellt werden.
Ein Wegweiser in einem Krankenhaus zeigt zu Erstuntersuchung, Frischverletzte und Tagesklinik.

Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) wird Teile des Brigittenauer Standorts des Traumazentrums Wien (TZW) - also des einstigen Lorenz-Böhler-Spitals - abtragen. Betroffen sind Bereiche des Bestandsgebäudes, die seit längerem nicht mehr genutzt werden. Das teilte die AUVA am Donnerstag nach einer Sitzung des Verwaltungsrats mit. Das Spital wird derzeit saniert und um einen Modulteil ergänzt.

Das Krankenhaus sorgte 2024 für Schlagzeilen, weil aufgrund von Brandschutzmängeln eine rasche Absiedlung notwendig wurde. Nur eine Ambulanz bzw. Tagesklinik verblieb am Brigittenauer Standort. Leistungen wurden in andere Häuser ausgelagert, also etwa in den zweiten Standort des AUVA-Traumazentrums in Meidling (ehemals UKH Meidling, Anm.).

Flächen verursachen hohe Kosten

"Wir trennen uns von leer stehenden Flächen, die den operativen Betrieb nicht mehr unterstützen, aber weiterhin hohe Erhaltungs- und Infrastrukturkosten verursachen. Dieser Schritt ist wirtschaftlich vernünftig und macht im wahrsten Sinne des Wortes Platz für die Zukunft unseres Standortes", erläuterte Angela Hodits, die Direktorin der AUVA-Landesstelle für Wien, Niederösterreich und das Burgenland.

Auf die bauliche Fertigstellung des Modulbaus bis Mitte 2026 soll ab Herbst 2026 die stufenweise Inbetriebnahme folgen. Weiters wird das Personalwohnhaus für medizinische und betriebliche Zwecke adaptiert. Danach erfolgt laut AUVA bis Mitte 2028 der Rückbau der ungenutzten Altbauteile.

Am medizinischen Leistungsangebot des Standortes ändere sich durch diesen Beschluss nichts, wurde beteuert. Die Versorgung der Patientinnen und Patienten bleibe "vollumfänglich" sichergestellt.

Kommentare