Chronik | Wien
22.12.2018

Letztes Baby im Göttlichen Heiland zur Welt gekommen

Die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe übersiedelt zum Jahreswechsel ins St. Josef Krankenhaus nach Wien-Hietzing.

Mit der Geburt eines 3,27 Kilogramm schweren und 53 Zentimeter großen Buben ist am Samstag nach sechs Jahrzehnten die Zeit der Geburtshilfe im Krankenhaus Göttlicher Heiland in Wien-Hernals zu Ende gegangen. Zum Jahreswechsel übersiedelt die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe in das St. Josef Krankenhaus (SJK) nach Hietzing.

Im Gegenzug nimmt die neu eingerichtete Abteilung für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Kardiologie inklusive Herzüberwachungsstation und Herzkatheter im Jänner ihren Betrieb in Hernals auf. 1958 hatten die ersten Babys in dem Ordenskrankenhaus das Licht der Welt erblickt. Rund 73.000 weitere folgten, die Gynäkologie und Geburtshilfe des Göttlichen Heilands war über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Die Einrichtung "YoungMum" begleitete seit 2003 schwangere Teenager und wurde mit dem Gesundheitspreis der Stadt Wien ausgezeichnet. Außerdem war das Krankenhaus 2007 landesweit eines der ersten, das die Auszeichnung "Babyfriendly Hospital" durch die WHO und UNICEF verliehen bekam.

Auch "YoungMum" übersiedelt

"YoungMum" wird am neuen Standort weiter betrieben. Durch die Zusammenlegung der beiden Abteilungen steigt die Kapazität im St. Josef von bisher 2.000 auf über 3.600 Geburten pro Jahr. Damit wird das Hietzinger Krankenhaus zum größten Geburtenzentrum Wiens. Den damit verbundenen Anforderungen will man mit einem eigenen Eltern-Kind-Zentrum begegnen, in dessen Rahmen bereits im vergangenen Juli die Neonatologie eröffnet wurde. Die ergänzende Abteilung für Kinderheilkunde öffnet 2019 ihre Pforten, kündigten die Betreiber am Samstag in einer Presseerklärung an.