Lange Suche nach Fußgängerbeauftragten
Seit einigen Wochen hat Wien einen Fahrradbeauftragten, und auch einen Beauftragten für Fußgänger sucht die Stadt. So steht es geschrieben im Koalitionspakt zwischen Rot und Grün. Doch während Radbeauftragter Martin Blum bereits eifrig radelt, fehlt von einem Fußgängerbeauftragten noch jede Spur. Daher drückte vor allem der rote Verkehrssprecher Karlheinz Hora in jüngster Vergangenheit aufs Tempo. Es gäbe zwar in Gabriele Steinbach bei der MA 46 eine Fußgängerkoordinatorin. Sie ist aber vor allem für die Schulwegsicherheit zuständig.
"Wir müssen noch die Bedingungen festlegen", erklärt der grüne Verkehrssprecher Rüdiger Maresch. Er weilt mit seinem Kollegen Hora (SPÖ) derzeit in London, um sich die dortigen Verhältnisse für Fußgänger anzusehen.
Die Aufgaben
Der neue Beauftragte solle sich um die Fußgängersicherheit kümmern, aber auch breitere Gehsteige und mögliche Verkehrsberuhigungen analysieren und vorschlagen. Genaues Antrittsdatum gibt es noch keines. "Aber bis zum Frühjahr sollten wir das heben", verspricht Maresch.
Es gibt jedoch bereits einen Fußgängerbeauftragten in Wien - bei der Opposition. Bernhard Dworak (ÖVP), hätte auch schon einige Pläne. Sie unterscheiden sich nicht wesentlich von denen der Regierung. "Ich würde hochwertige Fußgängerrouten ausbauen", schlägt Dworak vor.
Auch müsse man den öffentlichen Raum aufwerten, Gehsteige verbreitern und von Schildern befreien. Als Fußgängerbeauftragter der Stadt will er sich dennoch nicht bewerben: "Ich bin und bleibe Politiker."
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