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Chronik | Wien
06/17/2019

KH-Nord: Defektes Ventil sorgte für Wasserschaden

Das Wasser spritzte in den darunterliegenden Schockraum. KAV-intern kursieren auch Versionen über angebliche Schlampereien.

In der Wiener Klinik Floridsdorf - die bis vor kurzem unter dem Namen Krankenhaus Nord firmierte - hat ein Wasseraustritt am Wochenende für Beeinträchtigungen gesorgt. Wie das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Montag mitteilte, war ein defektes Ventil in einer Endoskopiewaschanlage Ursache für den Schaden. Betroffen war vor allem ein darunter liegender Trakt.

Dort, in einem laut Rathaus nicht medizinisch genutzten Gangbereich vor dem Schockraum, drang Wasser durch die Decke. Aktuell sei der Bereich bereits getrocknet, hieß es. Zum Schockraum gebe es vorübergehend einen alternativen Zugang.

KAV-intern kursieren auch andere Versionen. Demnach dürfte Schlamperei der Auslöser gewesen sein: Die Anlage sei nicht an die Leitung angeschlossen gewesen, als das Wasser aufgedreht wurde. "Selbst wenn das so gewesen wäre, ändert sich für uns nichts: Der Fehler betrifft keinen unserer Mitarbeiter, die Gewährleistung bleibt bei der Firma", sagt eine Sprecherin des KAV

Opposition reagierte mit Kritik

Mit Kritik und Hohn reagierte die Opposition auf den Sturzbach. Möglicherweise werde die SPÖ wohl bald erklären, dass der Wasserfall eigentlich gewollt sei und der Abkühlung der Patienten diene, mutmaßte der Wiener FPÖ-Gesundheitssprecher Wolfgang Seidl.

"Nach der Aufnahme der ersten Patienten ist das KH Nord selbst wieder zum Patienten geworden. Aus der Decke strömendes Wasser passt  nicht zum angeblich modernsten Spital Europas", sagt ÖVP-Mandatarin Ingrid Korosec. Sie wird  eine Anfrage zur Causa einbringen.