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Chronik Wien
12/05/2011

Heckenschütze schlug schon 21-mal zu

Am Samstag wurden vier neue Fälle bekannt. Eine konkrete Spur zu dem Täter gibt es noch nicht.

Der Fall "Wiener Heckenschütze" nimmt immer größere Ausmaße an. Am Samstag wurden vier neue Fälle bekannt. Damit liegt die Gesamtzahl schon bei 21. "Bei den vier neuen Fällen wurden drei Menschen verletzt, einmal wurde daneben geschossen", sagt ein Ermittler.

Die neue Vorfälle ereigneten sich alle am 15. September. Ein Tag, an dem der unbekannte Heckenschütze besonders "fleißig" gewesen sein dürfte und insgesamt 17 Mal zuschlug. Ein Muster, nach dem der Heckenschütze seine Tatorte auswählt, gibt es laut Ermittlern offenbar nicht. Er schlägt in ganz Wien zu und ist anscheinend mit einem Auto oder Motorrad unterwegs, da die Orte weit auseinander liegen. Auch bei der Wahl seiner "Ziele" ist noch kein Schema erkennbar. Die Opfer werden scheinbar wahllos ausgesucht.
Als Waffe kommt eine Luftdruckpistole oder ein Luftdruckgewehr zum Einsatz. Bei den Projektilen handelt es sich um sogenannte Diabolos vom Kaliber 4,5 Millimeter.

Schwere Verletzungen sind (bis jetzt) zum Glück die absolute Ausnahme. In einem Fall wurde aber ein 36-jähriger Polizist in Zivil von einem Projektil am Hals getroffen und musste notoperiert werden. Die übrigen Opfer - in 18 der 21 Fälle wurden Menschen getroffen und nur leicht verletzt - erlitten Hämatome und Blutungen. Lebensgefahr bestand laut Polizei nie. Sollte aber eines der "Diabolos" beispielsweise direkt in ein Auge treffen, sind schwere Folgen und Verletzungen zu befürchten.

Die erste dem Heckenschützen zuordenbare Attacke wurde am 25. August registriert. Damals wurde in Hietzing ein Pkw beschädigt.

300 Hinweise

Die Polizei arbeitet mit Hochdruck an der Ausforschung des Täters. Mehr als 300 Hinweise gingen in den letzten Tagen ein und werden sorgfältig geprüft. An mehreren Tatorten wurde angeblich ein kleiner, heller Pkw gesehen. Der entscheidende Tipp war aber bislang anscheinend noch nicht dabei. Für Informationen, die zur Ausforschung des Täters führen, wurden 22.000 Euro ausgelobt. Hinweise werden vom Landeskriminalamt Wien unter Tel.: 01/31310-33130 sowie von jeder Polizeidienststelle entgegen genommen.

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