Ulli Sima.

© Kurier/Gerhard Deutsch

Chronik Wien
03/27/2019

Hass "gezielt befeuert"? Sima erbost über Philippa Strache

SPÖ-Umweltstadträtin wirft Ehefrau des Vizekanzlers vor, Hass im Netz zu schüren.

Zwischen Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) und der Frau des Vizekanzlers, Philppa Strache, zugleich FPÖ-Tierschutzbeauftragte, ist auf Facebook ein wüster Streit entbrannt.

Die Stadträtin kritisiert Strache dafür, dass sie über Sima geschrieben habe, „wie eiskalt kann man sein“. „Lächelnd“ habe Sima die Frage bejaht, ob sie Listenhunde (umgangssprachlich „Kampfhunde“) weg aus Wien haben wolle.

"Abschaum"

Sima konterte: „Als Politikerin bin ich ja viel gewohnt. Aber der Hass, der sich hier im Netz den Weg bahnt und von Philippa Strache gezielt befeuert wird, erreicht einen neuen Höhepunkt.“ Die SPÖ-Stadträtin wirft der Frau des FPÖ-Chefs vor, diese würde Hasspostings schüren und kündigte rechtliche Schritte gegen Hassposter unter deren Facebook-Kommentar an. Von "Ka Patrone mehr über?" und "Abschaum" war dort die Rede.

Strache wiederum hatte geschrieben: „Ich freue mich auf die nächste Wien-Wahl. Da bekommen dann ihre ach so verhassten Listenhunde eine starke Stimme von Frauchen und Herrchen.“ Philippa Strache ist seit Sommer 2018 Tierschutzbeauftragte der Bundes-FPÖ.

FPÖ strikt gegen neues Tierhaltegesetz

Politischer Hintergrund der Facebook-Fehde: Der Wiener Gemeinderat hat im vergangenen November das neue Tierhaltegesetz beschlossen. Dieses sieht Verschärfungen wie eine generelle Beißkorbpflicht für sogenannte Kampfhunde vor, wobei es auch Ausnahmen gibt. Per Gesetz müssen Hundebesitzer nun auch einen Kurs absolvieren, um die artgerechte Haltung des Tieres zu gewährleisten.

Diese Woche startete die Stadt Wien eine „Aktion scharf“ zur Kontrolle der Hundehalter, unter anderem des neuen Alkohol-Limits von 0,5 Promille.

Update: Am Mittwochnachmittag waren die direkten Drohungen auf Philippa Straches Facebook-Profil gegen Sima großteils gelöscht. Neben Rücktrittsforderungen fand sich unter anderem noch der Kommentar, "Sima hat (...) keinen Platz in unserer Gesellschaft".

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