Wiens Bürgermeister Michael Häupl ist seit 20 Jahren im Amt.

© APA/HERBERT PFARRHOFER

Wien
11/07/2014

20 Jahre: Michael Häupl feiert Amtsjubiläum

Der Wiener Bürgermeister könnte mit einer weiteren Amtsperiode den Allzeitrekord brechen.

Michael Häupl (SPÖ) folgte am 7. November 1994 Helmut Zilk als Wiener Bürgermeister nach. Damit ist er seit exakt 20 Jahren nicht nur Stadtchef, sondern auch Landeshauptmann des Bundeslandes Wien. Unter seinen acht Kollegen in dieser Funktion ist nur einer länger - nämlich etwas mehr als 22 Jahre - im Amt, der Niederösterreicher Erwin Pröll (ÖVP). Nicht mehr viel auf den 20er fehlt dem Oberösterreicher Josef Pühringer (ÖVP).

Pröll löste am 22. Oktober 1992 Siegfried Ludwig ab, Häupl wurde nach der Wahl 1994, am 7. November, zum Landeschef gewählt, Pühringer kann am 3. März 2015 20 Jahre Landeshauptmann feiern.

Auch der viert-längste Amtsinhaber ist im Osten angesiedelt, allerdings mit deutlich kürzerer Erfahrung: Der Burgenländer Hans Niessl (SPÖ) begeht am 28. Dezember sein 14-jähriges Amtsjubiläum. Der Steirer Franz Voves (SPÖ) ist seit neun Jahren - genau seit 25. Oktober 2005 - im Amt. Er tritt bei der Landtagswahl im nächsten Jahr noch einmal an - ebenso wie Niessl, Häupl und Pühringer.

Allzeitrekord in greifbarer Nähe

Häupl kann sich mit einer weiteren Amtsperiode den Allzeitrekord unter den Landeschefs holen. Diesen hält derzeit Heinrich Gleißner (ÖVP), der von Oktober 1945 bis Mai 1971 oberösterreichischer Landeshauptmann war. Seine 9.319 Tage im Amt würde Häupl (mit seinem Start am 7. November 1994) am 13. Mai 2020 erreichen. Das ist durchaus möglich - wenn Häupl nicht schon früher an einen Nachfolger übergibt und die nächsten zwei Wahlen (spätestens im Oktober 2015 und dann im Oktober 2020) nicht vorgezogen werden.

Den Allzeitrekord könnte auch Pröll knacken - wenngleich es bei ihm, wenn er bei der im März 2018 zu schlagenden Landtagswahl nicht wieder antritt, von den Fristen her knapp werden könnte. Denn er kommt am 28. April 2018 auf Gleißners 9.319 Tage, kurz darauf muss aller-spätestens der Landtag die neue Landesregierung küren.

Noch lange nicht in Rekordnähe sind die - allesamt von der ÖVP gestellten - Regierungschefs der westlichen Länder. Der dienstälteste unter ihnen ist Günther Platter in Tirol mit fast sechseinhalb Jahren. Der vor Kurzem nach seiner ersten Wahl zum zweiten Mal angelobte Markus Wallner in Vorarlberg ist (dank Wechsels während der Legislaturperiode) am 7. Dezember drei Jahre Landeshauptmann. Salzburg hat den jüngsten Amtsinhaber: Wilfried Haslauer (ÖVP) löste am 19. Juni 2013 seine rote Vorgängerin Gabi Burgstaller ab. Kurz davor (am 28. März 2013) bekam Kärnten nach der blau-orangen Periode wieder einen SPÖ-Landeshauptmann, Peter Kaiser.

Die Amtsdauer-Statistik entspricht weitgehend auch der Alters-Statistik. Erwin Pröll ist mit bald (am 24. Dezember) 68 der an Jahren älteste Landeschef, hinter ihm liegt Häupl, der am 14. September 65 wurde, knapp vor Pühringer, der seit 30. Oktober 65 ist. Nur der jüngste Landeshauptmann ist nicht auch der mit der kürzesten Amtserfahrung: Mit 47 Jahren ist Wallner der "Benjamin", aber bei der Amtsdauer liegt er auf Platz 7 vor Kaiser und Haslauer. Der Vorarlberger ist der mit großem Abstand jüngste: Als nächster kommt Kaiser, der am 4. Dezember 56 wird. Beim Amtsantritt war Wallner mit fast vierundvierzigeinhalb Jahren aber nicht viel jünger als Häupl, der bei seiner ersten Kür zum Wiener Bürgermeister und Landeshauptmann gerade 45 geworden war.

Ein mächtiger Lebemann am SPÖ-Thron

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