Chronik | Wien
10.07.2018

Gewitter überrascht Arbeiter im Wienfluss

© Bild: Kurier/Gilbert Novy

Dramatische Rettungsaktion im Wiener Stadtzentrum. Die Berufsfeuerwehr war im Großeinsatz.

Am Dienstag wurden drei Arbeiter im unterirdischen Teil des Wienfluss-Beckens unter dem Stadtpark von einem heftigen Gewitter überrascht. Der Platzregen ließ den Fluss schnell anschwellen. Zwei Kleinbusse sowie eine Hebebühne, auf der die Arbeiter beschäftigt waren, wurden dabei bis zur Zollamtsbrücke abgetrieben. Die Männer landeten im Wasser.

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Laut einem Sprecher der Wiener Polizei, beobachtete eine Funkwagenbesatzung zufällig das Geschehen und setzte die Rettungskette in Gang.

Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers sicherte die Berufsfeuerwehr zumindest zwei Arbeiter über Rettungsringe an Leinen. Der dritte dürfte sich an einem Mauerteil festgehalten haben. Gleichzeitig wurde zu jedem ein Einsatztaucher abgeseilt, der zusätzlichen Schutz gab. Ein Arbeiter wurde mit einem Seil aus dem Wasser gezogen, die anderen mit Booten geborgen. Nach ersten Erkenntnissen ging es allen drei gut.

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Die drei nach einem Gewitter aus dem Becken des Wienflusses geretteten Arbeiter sind in ein Krankenhaus gebracht worden. Zur Sicherheit, wie Andreas Huber, Sprecher der Wiener Berufsrettung, zur APA sagte: Die Männer im Alter von 27, 38 und 59 Jahren waren leicht unterkühlt, aber augenscheinlich wohlauf. „Wir haben sie aufgepäppelt und dann ins Spital gebracht“, so Huber. Einen der Arbeiter übernahmen die Rettungskräfte an einer Mauer beim Wienfluss, wo er aus dem Wasser geborgen worden war, die anderen beiden am Steg bei der Urania.

 

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Zudem musste der Schiffsverkehr auf dem Donaukanal eingestellt werden, da man befürchtete, dass die Fahrzeuge in den Kanal gelangen könnten. Die Fahrzeuge wurden, als  sich der Wienfluss wieder beruhigte, von den Einsatzkräften mithilfe eines Krans  geborgen.

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