© Wiener Tierschutzverein/WTV

Chronik Wien
04/05/2019

Gerettet: Fuchsbaby bei Bushaltestelle entdeckt

Das blutjunge Tier wurde von Passanten ins Wiener Tierschutzhaus gebracht. Dort wird der kleine Fuchs nun aufgepäppelt.

von Katharina Zach

Zwei Wochen alt ist der kleine Fuchs, der von aufmerksamen Passanten in Wien-Liesing gefunden und zum Wiener Tierschutzverein (WTV) nach Vösendorf gebracht wurde. Dort wird "Django" nun von einer Ersatzmama aufgezogen.

Donnerstagnachmittag entdeckte die Familie das offensichtlich verlassene Junge neben einer Bushaltestelle. Allem Anschein nach war es von seiner Mutter verstoßen worden. Die Finder fackelten nicht lange, packten das winzige Fuchsbaby ein und brachten es ins Tierschutzhaus.

Pumperlg'sund

Dort wurde das junge Wildtier gründlich durchgescheckt. Gerade einmal 190 Gramm bringt der kleine Fuchs auf die Waage. Er hat locker in zwei Händen Platz.

"Django", wie er mittlerweile gennannt wird, ist glücklicherweise kerngesund. Lediglich gegen Würmer, Flöhe und Zecken wurde er behandelt.

Großgezogen wird er nun von einer erfahrenen WTV-Mitarbeiterin, die bereits Routine beim Aufziehen von Wildtierbabys hat. "Django" benötigt nämlich eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Alle zwei Stunden muss er mit Aufzuchtmilch gefüttert werden - Bauchmassagen für die Verdauuung inklusive.

Füttern und Bauchmassagen

Leider gibt es trotz intensiver Pflege bei Wildtieren in diesem Alter keine Garantie, dass sie auch tatsächlich durchkommen, heißt es beim WTV. Man sei aber zuversichtlich. Mit Spannung wird nun darauf gewartet, dass der Kleine seine Augen öffnet. Dies passiert bei Füchsen üblicherweise im Alter von rund zwei Wochen. In weiteren kleinen Schritten wird „Django“ dann auf das Erwachsenwerden und auf ein Leben in freier Wildbahn vorbereitet.

Wien - Heimat der Füchse

Füchse sind sehr anpassungsfähig und sind auch in Wien anzutreffen. Wie Dachse ernähren sie sich auch vom Inhalt der Mülltonnen, Kompost usw. Groben Schätzungen zufolge leben allein in Wien mehrere tausend Füchse.

Der WTV mahnt zur Vorsicht: Nicht jedes junge Wildtier, welches womöglich einen verlassenen Eindruck erweckt, benötigt auch tatsächlich menschliche Hilfe. Im Zweifel ist es ratsam, das Tier etwas länger aus sicherer Entfernung zu beobachten und sich an eine kompetente Stelle wie eben den Wiener Tierschutzverein zu wenden.

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