Chronik | Wien
22.05.2018

Frau in Wien-Favoriten erstochen: Verdächtiger ist geständig

Opfer wollte sich scheiden lassen. Zeugen konnten Flüchtigen stoppen.

Jener Verdächtige, der Sonntagmittag seine Ehefrau in Favoriten auf offener Straße erstochen haben soll, zeigt sich geständig. Zu dem Treffen war es gekommen, weil sich das 59-jährige Opfer scheiden lassen wollte. Der 67-Jährige hatte laut eigenen Angaben bei seiner Ehefrau Dokumente abholen wollen, als es auf offener Straße zu einem Streit kam. Zu dem Treffen war der Mann mit einem Küchenmesser aufgekreuzt. Bei diesem waren die Enkelkinder im Alter von vier und sechs Jahren dabei gewesen.

Als es in der Leebgasse zu der Auseinandersetzung gekommen war, schickte die Großmutter die beiden Kinder in die nahe gelegene Wohnung ihrer Mutter. Laut Polizei waren die Kinder bei der Tat nicht anwesend. Sie werden von einem Kriseninterventionsteam betreut. Der Verdächtige wollte nach dem er seine Ehefrau getötet haben soll, flüchten.

Zeugen konnten 67-Jährigen entwaffnen

Einige beherzte Zeugen sprinteten dem Kosovaren hinterher, konnten den 67-Jährigen in der Buchengasse entwaffnen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Der Verdächtige ließ sich widerstandlos festnehmen, die Tatwaffe wurde sichergestellt. Die Berufsrettung Wien versuchte noch das Leben der Frau zu retten, doch jede Hilfe kam zu spät. Sie starb noch an Ort und Stelle.

Obduktion angeordnet

Das Opfer stammt wie der 67-jährige Verdächtige aus dem Kosovo. Der mutmaßliche Täter ist kein unbeschriebenes Blatt, hat bereits mehrere polizeiliche Vormerkungen. Die Tote wurde Dienstagfrüh obduziert. Der Beschuldigte wurde indes in die Justizanstalt Josefstadt gebracht, die Staatsanwaltschaft bereitete einen U-Haft-Antrag vor.