© Michael Morawec

Kosmopolis
08/02/2013

Vorzeige-Wohnprojekt für Asylberechtigte

Integrationshaus fördert eigenverantwortliches Leben von Flüchtlingen.

Nach den Querelen rund um die Abschiebung der Serviten-Flüchtlinge, gibt es ausnahmsweise auch mal wieder etwas Positives zum Thema Asyl und Flüchtlingsarbeit zu berichten. Gemeinsam mit Willi Resetarits eröffnete am 01.August das Integrationshaus Wien offiziell ein Projektzentrum am Nordbahnhof, in dem eine Beratungsstelle (inklusive Spenden-finanzierter Rechtsberatung) für Flüchtlinge eingerichtet ist. 14 mehrsprachige BeraterInnen und JuristInnen stehen dort Asylsuchenden und Flüchtlingen zur Seite, an die 2.000 Menschen können theoretisch pro Jahr Unterstützung finden.

Das Projektzentrum befindet sich in einer neuen Wohnanlage in der Schweidlgasse 36-38, in der zudem eine Beratung zur Wohnbegleitung Quartier bezogen hat. 30 Wohnungen im Haus wurden an Flüchtlinge, subsidiär Schutzberechtigte und wohnungslose MigrantInnen vergeben, die von Seiten des Integrationshauses, der Volkshilfe Wien und der Diakonie unterstützt werden. Bei diesem Projekt wird Asylberechtigen, BesitzerInnen des Subsidiären Schutzes oder einer Rot-Weis Rot Karte, die bereits über ein eigenes Einkommen verfügen, die Möglichkeit gegeben sich auf eigene Beine zu stellen. Um diesen Prozess in die Selbständigkeit gelingen zu lassen, wird dieser für ein Jahr begleitet, von der ersten Mietvertragsunterzeichnung, über den Umzug bis zur gänzlichen Hinführung in die Eigenverantwortung.

Finanziert wird das „Kosmopolis“ genannte Wohnprojekt durch eine Initiative des Winzerpaars Heike & Gernot Heinrich: „Die Vorstellung, von heute auf morgen, vielleicht unter Einsatz des Lebens mit nichts in ein Land zu kommen, wo man fühlt, nicht erwünscht zu sein: gibt es viel Schlimmeres?“. SPAR verdoppelte den Spendenbetrag für das Integrationshaus Wien auf 73.000 Euro.

Bereits seit Oktober 2012 gibt es die sozialpädagogische „einewelt“ Wohngemeinschaft des Integrationshauses, in der unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht sind. Auftraggeber ist das Wiener Amt für Jugend und Familie. Inzwischen ist diese Wohngemeinschaft mit vier Buben und vier Mädchen voll besetzt und ebenfalls in das Projektzentrum Nordbahnhof umgezogen. Ein Team von sechs SozialpädagogInnen widmet sich im Turnusdienst dem Wohl der acht Kinder, die zwischen fünf und zwölf Jahre alt sind.

Projektzentrum Nordbahnhof

Schweidlgasse 38

1020 Wien

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