Chronik | Wien 15.05.2018

Finanzpolizei mit Aktion scharf gegen Taxi und Uber

© Bild: Dominik Schreiber

Sechs Stunden lang Kontrolle am Flughafen Wien. Verstöße gegen Registrierkassen- und Gurtenpflicht, Fahrer ohne Sozialversicherung aufgehalten

Taxi- und Mietwagenfahrer stehen aktuell auch im Fokus der Behörden: Beamte der Wiener Finanzpolizei und des Polizeikommissariats Schwechat haben am Montag zwischen 18 und 22 Uhr Taxis und Mietwagen (Stichwort: Uber) am Flughafen Wien kontrolliert. Im Fokus der Finanzpolizei stand etwaiges Lohn- und Sozialdumping, sowie die Einhaltung der Registrierkassenpflicht. In beiden Fällen wurden Verstöße festgestellt. Die Schwechater Polizisten kontrollierten die Einhaltung des Kraftfahrgesetzes – und stellten zahlreiche Verstöße gegen die Gurtenpflicht fest.

„Urplötzlich übel“

Einen besonders kuriosen Fall schildert Franz Kurz, Leiter der Finanzpolizei Wien: „Ein Mietwagenfahrer hat sich heimlich vom Acker gemacht, als er uns gesehen hat. Er hat nicht einmal sein Auto abgesperrt. Nach einiger Zeit ist der Unternehmer selbst gekommen, um das Auto abzuholen. Er hat behauptet, seinem Fahrer sei ,urplötzlich übel geworden’.“ Der Unternehmer war, wie sich herausstellte, dann auch noch stark im Steuerrückstand. Das Auto wurde daher so lange von der Finanzpolizei bewacht, bis der „mehrstellige Eurobetrag“ in bar gebracht wurde.

Ein anderer Mietwagenfahrer wurde gestraft, weil er mit einem Auto unterwegs war, dass gar nicht zur Firma gehörte. Laut Kurz ein beliebter Trick, weil dadurch bei Insolvenz der Mietwagenfirma nicht auf den Fuhrpark zurückgegriffen werden kann.

„Viele Fahrer fanden die Kontrolle sogar positiv“, meinte Kurz. „Es gibt aktuell leider viele schwarze Schafe, im Taxi- wie im Mietwagengewerbe.“ Schwerpunktionen wie jene am Montag finden aktuell einmal im Monat statt. Anna-Maria Bauer

( kurier.at , amb ) Erstellt am 15.05.2018