© Arge Alte Donau

Chronik Wien
07/13/2019

Fest am Wasser, Spektakel am Land: So anders ist heuer das Lichterfest

Das Bootsfest auf der Alten Donau wird jedes Jahr beliebter– und heuer um Food-Trucks auf der Kagraner Brücke ergänzt

Im Vergleich zu heute war der Anfang unscheinbar: Ein Bootskorso mit ein paar Dutzend Schiffen, damit wollte die ARGE Alte Donau in den 70er-Jahren das Grätzel bekannter machen.

Der Plan ist aufgegangen: Heute ist das Lichterfest mit den geschmückten Booten und den zwei Feuerwerken (eines beim Gänsehäufel, eines beim Angelibad) ein Jahreshighlight. Die Boote der zwölf Verleiher sind Jahre im Voraus reserviert. Einer der Anbieter kann freie Plätze erst wieder ab 2027 anbieten.

Was es ausmacht? „Es ist diese Stimmung“, sagt Organisator Markus Grießler, Obmann der Wirtschaftskammer Wien in der Sparte Tourismus wie auch der ARGE Alte Donau. „Die Lichter, das Feuerwerk, die Atmosphäre“, das habe ihn schon berührt, als er die Veranstaltung vor 20 Jahren das erste Mal besucht hat.

Bis zur Schwimmnudel

Rund 700 Boote seien an dem Abend mittlerweile auf dem Gewässer zwischen Kagraner Brücke und Kaiserwasser unterwegs: Alles, vom Motor- bis zum Schlauchboot. „Und letztes Jahr habe ich sogar einen gesehen, der Schwimmnudeln zu einem Floss zusammengebaut hat", sagt Grießler.

 

Immer mehr Besucher würden das Spektakel aber auch vom Land aus beobachten. Vor allem die Kagraner Brücke sei in den vergangenen Jahren so stark frequentiert gewesen – manchmal mit bis zu 10.000 Personen –, dass die Polizei sie in letzter Minute sperren musste.

Foodtrucks und Ringelspiel

Heuer wird dieser Besuchergruppe noch mehr geboten: Zehn Foodtrucks – „mit Speisen aus der ganzen Welt“ – werden auf der Kagraner Brücke auf Stellung beziehen. Dazu wird es Getränke-, Eis- und Süßigkeiten-Wägen geben sowie ein Ringelspiel für die jüngeren Besucher. Und der DJ, der ab 18 Uhr auf der Musikinsel am Wasser ist, wird davor auf der Brücke für Stimmung sorgen.

Wer an dem Tag ins Wasser hüpfen möchte, braucht übrigens keine Angst vor unangenehmen Berührungen mit Wasserpflanzen zu haben, versichert man im Büro von Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ).

Wenig Wasserpflanzen

„Es ist so schön, wie schon lange nicht.“ Grund dafür sei, dass man früh mit dem Mähen begonnen habe. Die kleinen, Boote, die seit vergangenem Jahr im Einsatz sind, hätten sich zudem bewährt. In den seichten Teilen des Gewässers sind weiter Taucher im Einsatz. Insgesamt habe man heuer bereits 1300 Tonnen Gewächse aus der Alten Donau geholt.

Einzig Regen und Gewitter könnten Grießler noch einen Strich durch die Planung machen. Die finale Entscheidung fällt er am Freitag, den 26. Juli, um 10 Uhr. Bei Schlechtwetter wird das Fest um eine Woche verschoben. Und wenn dann wieder Schlechtwetter ist? „Dann müssen wir es ins Wasser fallen lassen.“ Hin und wieder sei das schon vorgekommen. „Aber diese Sommer verdränge ich immer schnell.“

Info

Das Lichterfest findet heuer am  27. Juli statt, Ersatztermin bei Schlechtwetter ist der  3. August. 

Die Kagraner Brücke wird ab   14 Uhr gesperrt. Es wird Foodtrucks, DJ-Musik und ein Ringespiel geben.

Um 21.45 Uhr  kommt dann das  große Feuerwerk.