Grüne Fernwärme: Neue Großwärmepumpe in Spittelau
von Lukas Leidenfrost
Ein ganz normaler Morgen in Wien: Die Heizung wird aufgedreht, weil es kalt ist, danach eine Dusche und ein Kaffee. Die dafür benötigte Wärme soll bis 2040 klimaneutral erzeugt werden. Wien Energie präsentierte am Donnerstagmorgen einen Teil dieses Weges: Die neue Großwärmepumpe in der Müllverbrennungsanlage Spittelau.
Gruppe, die das Projekt Großwärmepumpe betreut & präsentiert haben
„Wir können mit diesem Projekt, ohne zusätzliche Brennstoffe einzusetzen, 16.000 zusätzliche Haushalte mit Wärme versorgen.“, erklärt Karl Gruber, Geschäftsführer von Wien Energie beim Lokalaugenschein. Die Anlage nutzt die Abwärme aus der Rauchgasreinigung der Müllverbrennung, um Fernwärme zu erzeugen.
Hohe Dringlichkeit
Das erklärte Ziel: Bis 2040 rund 56 Prozent des Wiener Wärmebedarfs durch Fernwärme zu decken. Um diese künftig vollständig klimaneutral bereitzustellen, setzt Wien neben Geothermie vor allem auf die Nutzung von vorhandener Abwärme.
Die Ambitionen sind groß, die Dringlichkeit der Klimaneutralität unbestritten. „Wir produzieren hier Wärme aus Wien für Wien, wir ersetzen damit Gas, das in der Vergangenheit über viele Jahrzehnte aus Russland gekommen ist“, so Gruber.
Wien Energie Standort nahe der U-Bahn Spittelau
Durch den Verzicht auf zusätzliche fossile Brennstoffe sollen mit der neuen Anlage auch Treibhausgas-Emissionen reduziert werden. Ein erheblicher Teil der Raumwärme wird bislang mit Erdgas erzeugt. Projekte wie die Großwärmepumpe gelten daher als ein wichtiger Schritt, um die Triebhausgas-Emissionen im Wärmesektor langfristig zu senken.
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