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Chronik Wien
11/15/2019

Eröffnung des Ari-Rath-Platzes mit einer kleinen Panne

Alsergrund: Falsches Sterbejahr auf der Tafel, die an den bekannten Publizisten und Friedensaktivisten erinnern soll.

Zu einer kleinen Panne kam es am Freitag bei der Enthüllung des Ari-Rath-Platzes im Alsergrund. Auf der Ehrentafel, die an den Publizisten und Friedensaktivisten erinnern soll, wurde irrtümlich das falsche Sterbejahr (2018 statt 2017) aufgedruckt, berichtet orf.at

Rath wurde 1925 als Sohn einer jüdischen Familie in Wien geboren. 1938 musste er vor den Nationalsozialisten fliehen. Er wurde zu einer der bedeutendsten Persönlichkeiten des internationalen Pressewesens und gehörte dem engsten Kreis um den Gründer des Staates Israel, David Ben Gurion, an. Rath war Chefredakteur und Herausgeber der „Jerusalem Post“, er zählte zu den renommiertesten israelischen Journalisten. 2017, eine Woche nach seinem 92. Geburtstag, den er in Wien verbrachte, erlag Ari Rath im AKH einem Herzleiden.

 

Ari Rath war ein Brückenbauer, der sich stets für ein respekt- und friedvolles Miteinander eingesetzt hat“, sagt Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ). „Er war tief mit dem Alsergrund verbunden“, betont Bezirksvorsteherin Saya Ahmad. „Er ist in der Porzellangasse aufgewachsen und hat stets auf seine Wurzel bei uns im Bezirk hingewiesen.“

 

Künftig an ihn erinnern wird der ehemalige „Beserlpark“ zwischen Bauernfeldplatz und Fürstengasse. Jener Platz, an dem er sich mit seinen Schulfreunden treffen musste, nachdem die Benützung öffentlicher Parkanlagen für Juden ab August 1938 verboten war.