Schon um die Mittagszeit sah man prall gefüllte Einkaufssackerln.

© gilbert novy

Einkaufssamstag auf "Mahü"
11/30/2013

Weihnachtsfrieden lockt Shopping-Touristen

Die Luft riecht nach Punsch und Geld. 200.000 shoppten am Samstag auf der Mariahilfer Straße.

von Birgit Seiser

Auf der wohl am heißesten diskutierten Straße der Nation ist rechtzeitig zu Adventsbeginn Friede eingekehrt. Für zehn Stunden war die ganze „Mahü“ am Samstag eine Fußgängerzone, durch die sich Einkaufswütige drängelten. Die Stimmung war allseits gut.

9.000.000 Geschenke

In ganz Wien waren am Samstag 700.000 Menschen in den Einkaufsstraßen unterwegs. Bis zum 24. Dezember werden neun Millionen Geschenke besorgt. „Die Umsätze sind besser als im Vorjahr. Man kann also sagen, dass das Geschäft sehr gut angelaufen ist“, sagt Martin Sattler von der Wirtschaftskammer Wien. 75 Prozent der Geschäftsleute sind mit dem Umsatz am ersten Einkaufssamstag sehr zufrieden. „Die Leute schauen nicht nur, sondern kaufen auch ein. Auffällig sind die vielen fremdsprachigen Kunden“, erzählt Christina Bartavicova, Verkäuferin in einer Boutique in der Mariahilfer Straße.

Das ist keineswegs ein subjektiver Eindruck. Rund 250.000 Menschen kamen am Wochenende aus den Nachbarländern, um einzukaufen. Die Shopping-Touristen lieben das Flair der Weihnachtsmärkte, wie ein junges Paar aus Brno erzählt, das jedes Jahr mit dem Bus nach Wien kommt. Pro Kopf lassen die Weihnachtsmarkt-Fans auch gutes Geld in Österreich sagt Martin Sattler weiter: „Schätzungsweise gibt jeder Tagestourist zirka 50 Euro allein auf den Wiener Weihnachtsmärkten aus. Das ist das Doppelte von dem, was die Einheimischen liegen lassen.“

500 Reisebusse

Viele Shopping-Touristen kommen jedes Jahr mit dem Bus nach Wien. Die Verkehrspolizei schätzte die Zahl am Samstag auf 500. An den kommenden beiden Wochenenden werden es sogar bis zu 800 Busse pro Tag sein. Um dieses Masse bewältigen zu können, gibt es laut Oberst Josef Binder ein eigenes Konzept: „Die Reisebusse müssen sich vorher im Internet anmelden, um eine Genehmigung zu bekommen. Dann lassen die Chauffeure die Menschen in den beliebten Bezirken aussteigen und parken auf extra ausgewiesenen Plätzen beim Praterstern.“

Der Aufwand lohnt sich allemal. Denn für Geschenke gibt jeder durchschnittlich 370 Euro aus.

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