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Chronik Wien
04/24/2019

Die FPÖ hat noch nicht genug: Nächste U-Kommission zu Wiens Spitälern

Themen sollen Gangbetten, überfüllte Ambulanzen und lange Wartezeiten in den KAV-Spitälern sein.

Die Wiener FPÖ  wird nach der Untersuchungskommission zum Krankenhaus Nord, die am morgigen Donnerstag nach 22 Terminen offiziell endet, eine weitere U-Kommission einsetzen. Sie soll sich inhaltlich ebenfalls mit dem Gesundheitswesen in der Stadt auseinandersetzen, kündigten die Blauen am Mittwoch an.

Das Gremium werde sich mit dem „Kollaps des Wiener Gesundheitssystems“ beschäftigen, wie es Vizebürgermeister Dominik Nepp formulierte. Kritisch unter die Lupe nehmen will man im Zuge der Untersuchungen etwa das Phänomen Gangbetten, die Wartezeiten in Ambulanzen und auf Operationstermine oder Abweisungen von Notfallpatienten. Diese Punkte nannten Nepp und der geschäftsführende Rathaus-FPÖ-Parteiobmann Johann Gudenus als Beispiele.

Die weitere U-Kommission brauche es, da es in den vergangenen zehn Monaten „nur“ um das KH Nord gegangen sei, aber weitere „Skandale“ einer näheren Betrachtung bedürften, meinen die Freiheitlichen. Sie können dank ihrer Mandatsstärke von über einem Drittel das Gremium selbstständig - also ohne Unterstützung der Stadtregierung oder einer anderen Oppositionspartei - einsetzen. U-Kommissionen sind in Wien ein Minderheitenrecht. Der entsprechende Antrag soll schon in der nächsten Gemeinderatssitzung am 30. April eingebracht werden, kündigte Nepp an.

Laut Gesundheitssprecher Wolfgang Seidl, der den FPÖ-Vorsitz in der KH-Nord-Kommission innehatte, ist der Einsetzungsantrag noch nicht fertig formuliert. Auch Titel für die U-Kommission gibt es noch nicht. Und die blauen Vertreter meinten heute zudem, dass es eventuell gar kein volles Jahr - das ist die laut Stadtverfassung maximale Laufzeit für eine Untersuchungskommission ab dem Zeitpunkt ihrer Einsetzung - brauche, um die georteten Missstände zu untersuchen.

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