Chronik Wien
06/18/2019

Die Erdmännchen in Schönbrunn zeigen sich zum ersten Mal

Die ersten Lebenswochen haben die Kleinen im schützenden Bau verbracht, nun zeigen sie sich den Besuchern.

Die Erdmännchen-Jungtiere im Wiener Tiergarten Schönbrunn sind fast vier Wochen alt und empfanden jetzt Besucher. "Am 24. Mai sind die vier Jungtiere in einer Erdhöhle zur Welt gekommen. Bei der Geburt waren sie nur rund 30 Gramm schwer, nackt und blind. Die ersten Lebenswochen haben die Kleinen im schützenden Bau verbracht", sagte Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Jetzt erkundet das Quartett die Anlage. Noch werden die Erdmännchen-Minis von ihrer Mutter gesäugt. In ein paar Wochen stehen die ersten Insekten auf dem Speiseplan. Für Erdmännchen-Weibchen "Zuzu" ist es der erste Nachwuchs. "Die ersten eineinhalb Wochen hat sie die Kleinen nur zum Fressen allein gelassen. Jetzt überlässt sie die Aufsicht auch den älteren Halbgeschwistern - so wie es bei Erdmännchen üblich ist", berichtete Tierpflegerin Stephanie Panzenböck.

Erdmännchen leben in Kolonien. Jedes Mitglied hat eine klar definierte Aufgabe. Auch Vater "Chilili" ist einmal Wachposten und hält Ausschau, dann schlüpft er in die Rolle des Babysitters und kümmert sich um seine Jungtiere. Die gute Zusammenarbeit ist der Schlüssel für das Überleben in den Savannen und Halbwüsten im Süden Afrikas.