Chronik | Wien
19.07.2018

Der Wiener Stephansdom ist doch Österreichs höchste Kirche

Neuvermessung ergab: Der Linzer Mariendom ist etwas niedriger.

Der Wiener Stephansdom ist doch Österreichs höchste Kirche. Eine digitale Neuvermessung des Linzer Mariendoms ergab nun, dass dieser etwas niedriger ist. Das berichtete die Diözese Linz in einer Presseaussendung am Donnerstag. Vor den Messungen war spekuliert worden, dass das Linzer Gotteshaus höher sein könnte.

Aufgrund einer kaiserlichen Verordnung musste der 1924 nach 62-jähriger Bauzeit eingeweihte Linzer Dom zwei Meter niedriger errichtet werden als der Wiener Stephansdom. Die Höhe des Linzer Mariendoms beträgt nun offiziell 134,69 Meter ab der Gelände-Oberkante, beziehungsweise 133,53 Meter ab der Fußboden-Oberkante. Die geringe Differenz zu den im Jahr 1902 angegebenen 134,80 Metern wird mit den Veränderungen des Geländeniveaus seit der Errichtung des Turms erklärt. Der Südturm des "Steffl" in Wien ist hingegen 136,44 Meter hoch.

In Linz steht somit auch weiterhin die zweithöchste - aber mit einer bebauten Fläche von 5.851 Quadratmetern immerhin die größte Kirche Österreichs. Die jüngste Vermessung mit Drohne und Theodolit - einem Winkelmessinstrument - war notwendig, um einen genauen maßstäblichen Plan des Bauwerkes für eine notwendige umfangreiche Turmspitzsanierung ab dem kommenden Jahr zu bekommen. Sie wird je nach Witterung zwei bis drei Jahre dauern. Die Kosten dafür werden derzeit auf vier Millionen Euro geschätzt. Weitere Instandhaltungsarbeiten sind bis 2030 vorgesehen.