© Kurier/Gerhard Deutsch

Chronik Wien
07/31/2019

Der "Leberkas willi" schließt für immer

Betreiber des beliebten Imbisslokals in der Josefstadt nennt wirtschaftliche Gründe für das Aus.

Die Leberkäs-Branche kommt nicht zur Ruhe: Nach der hitzigen Debatte um ausrangierte Fiaker-Pferde, die angeblich zu dieser deftigen Delikatesse verarbeitetet werden sollen (der KURIER berichtete),schließt nun auch noch eine der stadtweit bekanntesten Leberkäs-Bezugsquellen: Der "Leberkas willi" in der Josefstädter Straße hat vor Kurzem seinen Betrieb eingestellt, wie einem Schild, das am Geschäft angebracht ist, zu entnehmen ist.

Beliebt war der Willi nicht nur wegen seiner Leberkäse-Spezialitäten (etwa mit Zwiebel, Spinat oder Mozzarella), sondern auch aufgrund seiner Auswahl an bayerischen Bieren. Als Ursache für das Aus geben die ehemaligen Betreiber mit Firmensitz in Feldkirch auf Anfrage "wirtschaftliche Gründe" an, ohne sich weiter äußern zu wollen. Kenner des Bezirks vermuten, die wachsende Beliebtheit von leichteren, vegetarischen oder gar veganen Ess-Angeboten gerade in der Josefstadt hätten dem Imbiss-Lokal mit seinem deftigen Angebot das Leben schwer gemacht.