Vienna terror attack

© EPA / CHRISTIAN BRUNA

Chronik Wien
12/31/2020

Zwei Demonstrationen am letzten Tag des Jahres

In der Innenstadt und auf der Höhe der Rossauer Lände kam es am letzten Tag des Jahres zu zwei Demonstrationen.

In den frühen Morgenstunden gegen 8 Uhr kam es zu einer weiteren Protestaktion vor dem Polizeianhaltezentrum (PAZ) Rossauer Lände. Laut Information der protestierenden "Autonome Antifa" sollte die Blockade der Straße eine angeblich geplante Sammel-Abschiebung in die russische Föderation verhindern. Die Polizei bestätigte die kurzzeitige Festnahme von 20 Personen. Sie müssen mit einer Geldstrafe rechnen.

Bereits Mitte Dezember kam es zu einer Sitzblockade gegen die Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern nach Afghanistan. Damals verursachte die Demonstration einen drei Kilometer langen Stau auf einer der wichtigsten Verkehrsadern Wiens. Die Abschiebungen konnten nicht verhindert werden. Die Protestanten wollten mit ihrer Anwesenheit darauf hinweisen, dass Abschiebungen nach Russland, insbesondere für Tschetschen, immer wieder ungerechte Inhaftierung, Folter und Tod bedeuten würden. 

Am späten Nachmittag kam es dann zu einer weiteren Protestaktion. Mit dieser wollte man gegen Frauenmorde und patriarchale Gewalt aufmerksam machen, so die Veranstalter. Im Jahr 2020 kam es zu 25 Frauenmorde. Die Demonstranten marschierten über die Kärntner Straße bis zum Schwedenplatz. Laut Veröffentlichungen auf Twitter wollten sich die Demonstranten mit der Protestaktion vor dem PAZ (Polizeianhaltezentrum) solidarisieren. Dort wurden, laut Veröffentlichungen auf Twitter, rund 20 Demonstranten von der Polizei angehalten.

Nach der Bluttat an einer Studentin in Leonding (OÖ) und dem gewaltsamen Tod zweier kleiner Kinder in Tirol, ging in Wien eine Handvoll Menschen auf die Straße, um ein Zeichen gegen Femizide und Männergewalt zu setzen.

Die Bewegung "Autonome Antifa" klagte mit ihrem Marsch über die Kärtnerstraße 25 öffentlich bekannte Femizide im Jahr 2020 an. Schon am Dienstag protestierte die Bewegung gegen die Gewalt an Frauen. Anlass für den erneuten Aufmarsch sind die drei weiteren Morde, die nun bekannt wurden. 

Ihr Ende fand die Demonstration mit einer Kundgebung am Schwedenplatz. Es soll weiterhin kein Mord an Frauen unkommentiert gelassen bleiben, wurde hier versprochen. 

 

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