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Chronik Wien
08/20/2019

Dachbrand in Simmering: Acht Personen mit Rauchgasvergiftung im Spital

Großeinsatz der Einsatzkräfte bei Dachbrand am Montagabend in Wien. Brandursache wird derzeit ermittelt.

Ein Dachbrand in Wien-Simmering hat am Montag gegen 20.45 Uhr einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettung ausgelöst. Knapp zwei Stunden nach der Alarmierung war der in einer Dachgeschoßwohnung in der Kaiser-Ebersdorfer-Straße ausgebrochene Brand gelöscht, berichtete die Berufsfeuerwehr. Die Berufsrettung betreute 14 Personen, acht davon wurden mit Rauchgasvergiftungen in ein Spital gebracht.

Nachdem binnen weniger Minuten eine Vielzahl an Personen die Feuerwehr alarmiert hatten, wurde Alarmstufe 2 ausgelöst, die später auf Stufe 3 erhöht wurde. Die Feuerwehr war mit 28 Fahrzeugen und 120 Feuerwehrleuten am Ort des Geschehens. Dabei kamen Drehleitern, eine Teleskopmastbühne und auch eine Spezial-Trennsäge zum Öffnen der Dachhaut zum Einsatz.

Fünfstündiger Einsatz: Verletzte zwischen 3 und 57 Jahre alt

Nachdem nach zwei Stunden „Brand aus“ gegeben werden konnte, wurden die Hohlräume des Daches auf Glutnester kontrolliert. Parallel liefen Sicherungsarbeiten am Dach. „Nach fünf Stunden war der Einsatz beendet“, sagte Jürgen Figerl, Sprecher der Berufsfeuerwehr Wien. Lediglich die Brandwohnung sei unbewohnbar. Die Nachbarwohnungen wären zwar verraucht gewesen, aber so gut wie nicht beschädigt worden. „Sie können bezogen werden“, sagte Figerl. Die Brandursache ist noch Gegenstand von Ermittlungen des Landeskriminalamts.

Die Berufsrettung Wien war mit einem Katastrophenzug und mehreren Rettungswagen im Einsatz. Unter den acht in ein Spital eingelieferten Personen habe sich auch ein dreijähriger Bub befunden, sagte Daniel Melcher, Sprecher der Berufsrettung Wien. Die älteste Person sei 57 Jahre alt gewesen. Der Besitzer der Brandwohnung, ein 61-jähriger Mann, wurde zwar von der Rettung betreut, jedoch nicht in ein Krankenhaus eingeliefert.