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Chronik Wien
05/02/2021

Wien impft ab Mitte Mai auch Schwangere

Wien ist damit die erste Stadt in der EU. Schwangere wurden nun als Priorisierungsgruppe in den Impfplan aufgenommen.

Wien impft als erste Stadt in der EU Schwangere gegen das Coronavirus. Das hat das BĂŒro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Sonntag bekannt gegeben. Wie es auf APA-Anfrage hieß, sind die entsprechenden Vorbereitungen im Gange, falls der Zeitplan hĂ€lt, kann ab Mitte Mai mit dem Impfen werdender MĂŒtter begonnen werden.

Auf Initiative des Wiener Gesundheitsverbunds hatte das Nationale Impfgremium Ende April Schwangere als Priorisierungsgruppe in den Impfplan aufgenommen. Damit bekam die Bundeshauptstadt die Möglichkeit, Schwangere ab der 13. Schwangerschaftswoche mit Schutzimpfungen gegen Covid-19 versorgen zu können.

AbhĂ€ngig davon, wie viele werdende MĂŒtter sich fĂŒr eine Corona-Impfung interessieren, werden die Impftermine fĂŒr Schwangere ohne EinschrĂ€nkung freigeschaltet oder es wird prioritĂ€r geimpft. In letzterem Fall kĂ€men Hochschwangere zunĂ€chst an die Reihe, die nĂ€chsten Kandidatinnen fĂ€nden abgestuft nach der jeweiligen Schwangerschaftswoche BerĂŒcksichtigung.

Mehr Zeit fĂŒr AufklĂ€rungsgesprĂ€che

Die Stadt Wien hat fĂŒr Schwangere eine neue Vormerkkategorie auf impfservice.wien eingefĂŒhrt. Es wird außerdem ein eigenes Impf-Sheet fĂŒr diese Gruppe vorbereitet. GrundsĂ€tzlich weisen Schwangere kein erhöhtes Risiko auf, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren, es hat sich jedoch herausgestellt, dass Frauen, die sich infizieren, öfters schwere ErkrankungsverlĂ€ufe entwickeln als Nichtschwangere in derselben Altersgruppe. Das belegen nicht nur internationale Studien, sondern auch Daten der Covid-Geburtshilfe an der Klinik Ottakring, die seit 14 Monaten den Großteil der Corona-positiven Schwangeren im Großraum Wien betreut.

Beim Impfen selbst will die Stadt Wien Schwangeren mehr Zeit fĂŒr ein AufklĂ€rungsgesprĂ€ch in den Impfstraßen bieten, wobei verstĂ€rkt GynĂ€kologinnen eingesetzt werden, um die BedĂŒrfnisse der MĂŒtter in spe besonders berĂŒcksichtigen zu können.

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