Chronik | Wien
24.08.2018

Burschen in der Alten Donau ertrunken: Tote waren Cousins

Die Jugendlichen waren laut Angehörigen sehr schlechte Schwimmer.

Bei zwei am Donnerstagnachmittag in der Alten Donau in Wien-Donaustadt ertrunkenen Burschen handelt es sich um Cousins. Die beiden britische Staatsbürger indischer Herkunft im Alter von 15 und 19 Jahren wohnten in London. Sie waren mit ihren jeweiligen Familien zu Besuch bei Verwandten in Wien, sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer am Freitag.

Bei der Befragung der Angehörigen kam heraus, dass beide Burschen "sehr schlechte Schwimmer" gewesen waren, berichtete Maierhofer. Sie hatten gegen 14.00 Uhr ein Elektroboot gemietet. Auf Höhe des Gänsehäufels war einer der Burschen ins Wasser gestiegen. Wie Zeugen beobachteten, strauchelte er plötzlich, woraufhin sein Cousin ins Wasser sprang, um ihm zu helfen. Mehrere Badegäste und Passanten beobachteten, wie dann beide Burschen untergingen. Ein Boot war zwar in der Nähe, allerdings waren die Jugendlichen da schon nicht mehr zu sehen.

Es folgte ein Großeinsatz der Blaulichtorganisationen. Zunächst waren auch zwei Hubschrauber im Einsatz. Zehn Taucher der Berufsrettung suchten linear nach den Burschen, sie bildeten dabei unter Wasser eine Kette. Am Abend beteiligten sich auch Taucher der Wasserrettung an der Suche. Um ungefähr 18.15 Uhr bargen Feuerwehrtaucher den älteren Burschen aus dem Wasser. Rund eine Stunde später fanden Taucher der Wasserrettung die Leiche des 15-Jährigen. Das Wasser an der Untergangsstelle ist drei bis sechs Meter tief, sagte Maierhofer.