Blaulicht am Ende des Kaisermühlen-Tunnels

Blaulicht am Ende des Kaisermühlen-Tunnels
Stau, Brand oder eingeklemmte Personen: Unfälle in Tunneln fordern Einsatzkräfte. Im Kaisermühlentunnel wurde deshalb nachts geübt.

Von Sarah Prankl

Es ist kurz nach 23 Uhr, als der Kaisermühlentunnel in Wien dem Linienbus aus unbekannter Ursache zum Verhängnis wird. Jetzt liegt das Fahrzeug quer über die Fahrbahn der A22 Donauufer-Autobahn. Darin eingesperrt: Dutzende Insassen, die sich eigentlich auf eine gute (Heim)reise eingestellt hatten. Vereinzelt hört man Hilfeschreie, im Tunnel-Stau stehende Passanten drücken panisch zum hundertsten Mal den Notfallknopf in der Pannenbucht.

Die Ampel vor dem Tunnel leuchtet bereits Rot, Dutzende Einsatzfahrzeuge sind im Anmarsch. Blutrote Flüssigkeit läuft über die Wangen einer jungen Frau, auch ihr Arm scheint verletzt zu sein. Die 26-Jährige wird sich wenig später gut gelaunt als Birgit Österreicher vorstellen. Denn: Sie ist freiwillige Statistin bei einer groß angelegten Einsatzübung.

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