Chronik | Wien
20.04.2018

ATIB: Angriff auf ORF-Mitarbeiter bei Dreharbeiten

Verdächtiger flüchtete in ATIB-Gebetsraum - Keine Verletzungen, aber Polizei erstattete Anzeige.

Zu einem tätlichen Angriff kam es am Freitag bei ORF-Dreharbeiten in der Nähe des ATIB-Vereinslokals in Wien-Brigittenau. Ein offenbar türkischstämmiger Mann schlug dem Kameramann die Kamera ins Gesicht und trat Reporter Zoran Dobric in den Bauch. Verletzt wurde bei dem Vorfall laut ORF niemand. Die Polizei erstattete dennoch Anzeige gegen den 34-Jährigen bei der Staatsanwaltschaft.

Dobric wollte für das ORF-Magazin "Orientierung" eigentlich im Verein ATIB drehen. Dort sei dem ORF-Team aber "sehr freundlich" beschieden worden, dass dies im Verein nicht möglich sei, aber gerne außerhalb. Daraufhin habe das Team u.a. in einem nahegelegenen öffentlichen Park gefilmt. Zwei offenbar türkischstämmige Männer sahen die Dreharbeiten, einer habe Drohungen in Richtung ORF-Team ausgestoßen - und dann den Kamerateam sowie und Dobric angegriffen, als dieser die Attacke mit seinem Handy aufzunehmen begann.

Der zweite Mann habe versucht, seinen Begleiter abzuhalten. Als es ihm gelungen sei, ihn wegzuziehen, sei dieser im ATIB-Gebetsraum verschwunden. Die von Dobric verständigte Polizei holte diesen Mann aus dem Gebetsraum. Ob er dem Verein ATIB angehört sei nicht bekannt, teilte der ORF der APA mit.