Ampelradar soll ausgebaut werden

10.000 Rotsünder an nur einer einzigen Kreuzung: Die Fahrer mussten in die Tasche greifen.
Ampelradar soll ausgebaut werden

Bei Rot über die Kreuzung Altmannsdorfer Straße, Sagedergasse zu fahren, kam 10.000 Autofahrern im Vorjahr teuer. Sie wurden von einem Ampelradar geblitzt und mussten bis zu 105 Euro Strafe zahlen. Damit ist die Kreuzung in Liesing für knapp die Hälfte aller Strafen der Rotsünder in Wien verantwortlich.

Nun will die Polizei das System ausbauen. "Unser Ziel ist es nicht, endlos die Zahl der Anzeigen zu steigern", sagt Peter Goldgruber, Leiter der Verkehrspolizei Wien. Es gehe darum, "die Autofahrer dazu zu bringen, nicht bei Rot über die Kreuzung zu fahren." Damit werde einerseits der Verkehrsfluss nicht gehemmt, andererseits entstehen so weniger Unfälle.

Drei Systeme

Derzeit werden drei Radar-Systeme an sechs möglichen Position hin und her getauscht. Diese sind am Schottenring (Ecke Franz-Josefs-Kai), in der Schönbrunner Straße (Reinprechtsdorfer Straße), in der Währinger Straße (Universitätsstraße), in der Altmannsdorfer Straße (Sagedergasse), am Neubaugürtel sowie am Währinger Gürtel (bei der Nussdorfer Straße) aufgebaut. Laut Goldgruber sollen in naher Zukunft alle Standorte mit fixen Systemen ausgestattet werden. Aber auch andere Standorte werden überlegt, heißt es aus Polizeikreisen.
In Summe wurden mit den Ampelradars bereits mehr als zwei Millionen Euro eingenommen, die zu 80 Prozent ins Gemeindebudget und zu 20 Prozent ans Innenministerium fließen.

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