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Chronik Wien
05/06/2012

Abgespecktes Stadtfest endete mit Regen

Laut ÖVP kamen am Samstag rund 450.000 Besucher in die City. Die Trackshittaz und Rainhard Fendrich sorgten beim nunmehr eintägigen Fest für gute Laune.

Das 29. Wiener Stadtfest der ÖVP ist am Samstag zu Ende gegangen: War der Wettergott noch bis zum frühen Abend gnädig, so änderte sich dies kurz vor dem Showauftritt der Song Contest-Teilnehmer Trackshittaz. Aufgrund eines plötzlich stark einsetzenden Regens konnte die Band erst eine Viertelstunde später mit ihrem Programm starten. Das Publikum ließ sich vom Wetter aber wenig beeindrucken. Insgesamt kamen rund 450.000 Besucher zum Fest, hieß es von der ÖVP.

   Österreichs Song Contest-Hoffnung, die Gruppe Trackshittaz, sorgte trotz eines Regenschauers für gute Stimmung am Wiener Stadtfest. Das vorwiegend junge Publikum ließ sich vom Schlechtwetter nicht abhalten und unterstützte die Band mit Regenschirmen bewaffnet und lauten Zurufen tatkräftig. Lukas Plöchl und Manuel Hoffelner blieben ihren Fans nichts schuldig und gaben auch ihren Starttitel für den Song Contest "Woki mit deim Popo" zum Besten.

   Ein Highlight des Abends lieferte auch Austro-Pop-Legende Rainhard Fendrich. Der Sänger sorgte noch vor seinem Auftritt für eine Überraschung und sang gemeinsam mit den Trackshittaz eine abgeänderte Version von "Wien bei Nacht".

Stadtfest auf einen Tag abgespeckt

Langweilig war Manfred Kling in den vergangenen sechs Monaten nicht. Der Wiener steht auf dem Heldenplatz, inmitten mehrerer Bauarbeiter, die noch am Donnerstag letzte Vorbereitungen für das 29. Wiener Stadtfest getroffen haben.

Einen kleinen Wermutstropfen hat der 37-jährige allerdings: "Ein Jahr vor dem 30. Jubi­läum müssen wir leider mit der Hälfte des Geldes auskommen. Daher ist es heuer auch nicht mehr möglich, mit dem Stadtfest die Be­zirke zu erobern", stellt Kling ein wenig zerknirscht fest. Erstmals findet das von der ÖVP veranstaltete Event an nur einem – und nicht wie früher – an zwei oder gar drei Tagen statt. Die rot-grüne Stadtregierung halbierte das Budget der schwarzen Traditionsveranstaltung kurzerhand von 700.000 Euro auf 350.000 Euro, um so eine "Wien Woche" der Grünen im Herbst zu finanzieren.

Bedeutet halb so viel Budget auch nur halb so viel Arbeit für Kling, der seit fünf Jahren die Fäden im Hintergrund zieht? "Ob das Fest nun einen oder zwei Tage dauert, macht für mich keinen großen Unterschied", sagt er. "Die Arbeit bleibt dieselbe."

Die Herausforderung bestehe auch darin, den Be­suchern ein gutes Programm zu bieten und sie gleichzeitig nicht ganz vergessen zu lassen, wer das Fest organisiert. "Als Partei wollen wir präsent, aber nicht aufdringlich sein." Bundesparteiobmann Michael Spindelegger (ÖVP) wird dem Event am Samstag einen Besuch abstatten.

Und was war Klings persönliches Highlight in all den Jahren? "Der Auftritt von Kruder & Dorfmeister 2011. Da haben sich viele wohl gedacht: ,So verstaubt ist diese Partei ja gar nicht.""

Neben Rot-Grün ist es aber vor allem das Wetter, das der ÖVP regelmäßig das Leben schwer macht. Die vergangenen beiden Stadtfeste waren stark verregnet. Auch für kommenden Samstag können gewittrige Regenschauer nicht ausgeschlossen werden.

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