Bargeld bleibt beliebt.

© APA/dpa/Matthias Balk

Chronik Wien
02/26/2020

7.000 Euro durch neue Arzt-Masche erschlichen

Betrüger täuschten eine 95-jährige Wienerin mit einem Anruf. Sie sei skeptisch gewesen, händigte aber trotzdem Geld aus.

Von Stefanie Marek

Einer 95-jährigen Wienerin sollen unbekannte Täter am Montagvormittag 7.000 Euro in bar und Goldschmuck entlockt haben. Sie sollen sich dabei als Polizisten ausgegeben haben. Ungewöhnlich ist, dass sie versucht haben sollen, das Vertrauen der Frau über den Namen ihres Arztes zu bekommen.

Die Betroffene schilderte den Vorfall wie folgt: Wenige Tage nach einem Arztbesuch erhielt sie einen Anruf. Der Anrufer soll sich mit dem Namen des Arztes gemeldet und das Handy dann an einen zweiten weitergegeben haben, der sich als Polizist ausgab.

Er soll nach Bargeld in ihrer Wohnung gefragt und angekündigt haben, dass er jemanden vorbeischicken würde, der das Geld zur Kontrolle mitnehmen würde. Danach solle sie das Geld zurückbekommen. Der Mann kam und ließ sich von der Frau das Geld aushändigen.

„Ich war eh schon so skeptisch, wenn nicht der Arzt vorher gewesen wäre“, sagte die Betroffene, die am selben Tag Anzeige wegen schweren Betrugs erstattete, zum KURIER. Die Ermittlungen laufen.

„Der Polizistentrick hat mittlerweile den Neffentrick abgelöst, die Arzt-Masche ist jedoch neu“, heißt es von der Polizei. Ein ähnlicher Fall sei noch nicht bekannt. Woher die Betrüger den Namen des Arztes kannten, ist unklar. Der betroffene Mediziner wollte sich auf KURIER-Nachfrage nicht zu dem Fall

äußern. Die Polizei rät, bei derartigen Anrufen den Notruf 133 zu wählen, und rät auch dringend davon ab, große Geldbeträge zu Hause zu haben.

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