Chronik | Wien
21.03.2018

4 Jahre nach Gasexplosion: Gründerzeithaus wieder bewohnt

Sieben der 28 alten Parteien sind zurück in das Haus in der Mariahilfer Straße gezogen

Bereits vier Jahre ist es im April her, dass es in dem Gründerzeithaus in der Mariahilfer Straße 182 (15. Bezirk) zu einer schweren Gasexplosion kam. Zwei Stockwerke wurden dabei zerstört. Der Mann, der die Gasleitung beschädigt hatte, starb.

Nun ist das Haus wieder bewohnt. Nach 20 Monaten gehen die Sanierungsarbeiten ins Finale.

Alle Wohnungen sind seit Jänner bereits wieder bewohnt. Von den damaligen Mietern sind sieben Parteien wieder eingezogen. Eine davon ist Elena, die mit ihrer Familie in der Zwischenzeit in einer Ersatzwohnung der Gemeinde Wien untergekommen ist.

Aus den ursprünglich 28 Wohnungen, ein Teil davon Substandardwohnungen, wurden 29  luftige Kategorie-A-Wohnungen, von denen neun Dachgeschoßwohnungen sind.

Das Haus wurde mittels Aerogel-Hochleistungsputz und Hanf gedämmt. Im Endeffekt soll es für die Bewohnerinnen und Bewohner dadurch im Winter nur halb so kalt sein. Das Warmwasser wird mit einer Solaranlage am Dach erhitzt. Und apropos Nachhaltigkeit: In der Garage gibt es auch Stromanschlüsse für Elektroautos.

Die Gesamtkosten schlugen sich mit sieben Millionen Euro zu Buche. Die Stadt hat das Projekt mit 4,4 Millionen Euro unterstützt. Verantwortlich für den Umbau zeichnet das Architektenteam Trimm Wall.

Dabei ist das Gründerzeithaus nicht das einzige, in dem Grätzel, das erneuert wird. Liegt das Haus doch im Blocksanierungsgebiet Rusendorf, dem vierten Blocksanierungsgebiet, das allein in den vergangenen vier Jahren im 15. Bezirk gestartet wurde. Und das sehr zum Vorteil des Bezirks, findet Gerhard Zatlokal: "Als ich vor zehn Jahren Bezirksvorsteher war es ein Gott-sei bei-mir-Bezirk. Heute ist es ein Bezirk, in den die Leute gerne ziehen möchten."