Chronik | Wien
02.07.2018

35-Jähriger nach Streit und Sturz vor Lokal in Lebensgefahr

Von Security-Mitarbeiter hinausgeschmissen - Mann fuhr mit blutender Kopfwunde nach Hause.

Ein 35-Jähriger ist nach einem Streit und einem Sturz vor einem Wiener Lokal in Lebensgefahr. Er wurde laut Polizei in der Nacht auf Sonntag von einem Security-Mitarbeiter aus dem Club am Währinger Gürtel geworfen, wobei er gestoßen worden und hingefallen sei. Folge war eine blutende Kopfwunde. Der 35-Jährige fuhr trotzdem allein heim, wo er Stunden später bewusstlos gefunden wurde.

Der Asylwerber aus dem Jemen hatte den Club in den Stadtbahnbögen im Bezirk Alsergrund mit Freunden besucht und geriet mit einem anderen Gast in Streit, sagte Polizeisprecherin Irina Steirer. Ein Security-Mann verwies ihn daraufhin der Räumlichkeiten. Zeugen sagten später aus, der Aufpasser habe den 35-Jährigen gestoßen, worauf dieser gestürzt und mit dem Hinterkopf aufgeprallt sei. "Er blieb mit einer blutenden Wunde am Kopf liegen, stand jedoch kurze Zeit später auf und fuhr alleine nach Hause", berichtete die Sprecherin.

Der Vorfall hat sich in der Nacht auf Sonntag zugetragen. Rund zehn Stunden später, gegen 15.30 Uhr, fand ein Mitbewohner den 35-Jährigen in seiner Wohnung in der Kaiserstraße. Er lag bewusstlos auf dem Boden. Die Berufsrettung brachte den Mann ins Krankenhaus. Er befand sich Montagnachmittag laut Polizei noch immer in akuter Lebensgefahr.

Die Ermittler des Landeskriminalamts hofften auf sachdienliche Hinweise weiterer Zeugen über den Tathergang. Informationen (auch vertraulich) werden unter der Telefonnummer 01-31310-9943210 entgegengenommen. Die Ermittlungen liefen wegen des Verdachts der absichtlichen schweren Körperverletzung. Die Kriminalisten versuchten laut Steirer zu eruieren, welcher Lokalmitarbeiter den Zeugen zufolge in den Vorfall verwickelt gewesen sein soll.