Chronik | Wien
25.06.2018

Donauinselfest endete trocken - und mit 2,4 Mio. Besuchen

Austro-Bands heizten zum Abschluss ein. Aber kühlere Temperaturen als in den Vorjahren bescherten Besucher-Rückgang.

Beim Wiener Donauinselfest sind in den vergangen drei Tagen insgesamt rund 2,4 Mio. Besuche registriert worden. Das sind weniger als 2017, als 2,8 Millionen Menschen die Zählstellen passierten. Das teilte der Veranstalter, die Wiener SPÖ, am Sonntagabend mit. Das Festival verlief weitgehend friedlich, gröbere Zwischenfälle wurden nicht gemeldet. Gefragt war heuer jedenfalls warme Kleidung.

"Winter im April" heißt ein Song vom Nino aus Wien, April im Juni hätte hingegen das Motto für die 35. Ausgabe der Inselsause lauten können. Pünktlich zum Auftakt am Freitag verabschiedete sich nämlich die tagelange Hitzewelle, die darauffolgende Abkühlung war beträchtlich. Am Abend lagen die Temperaturen meist deutlich unter der 20-Grad-Marke.

Wanda & Co.: Rückblick auf den ersten Tag

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Bei Wanda war die Festbühne Freitagnacht bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Band Wanda bildete den Headliner am ersten Abend. "Danke, Wien! Bussi!", rief Sänger Marco Wanda Freitagnacht in das Menschenmeer.  

Mit Hits wie "Columbo" oder "Meine beiden Schwestern" heizte die Band den Fans ein

Ein feucht-fröhlicher Auftritt.

Die Band wurde bei den diesjährigen Amadeus-Awards mit zwei Preisen geehrt. Und zwar für Song des Jahres ("Columbo"), und in der Kategorie Pop/Rock

Trotz der kühlen Temperaturen zählten die Veranstalter 800.000 Besuche an dem ersten Festivaltag.

Mavi Phoenix tratnFreitagnacht auf der FM4-Bühne auf. Mit ihrer Mischung aus Hiphop und urban Pop mischt die Österreicherin die heimische Musikszene auf. 

Die  Linzer Musikerin ist erst 22 Jahre alt. 2017 war sie für zwei Amadeus-Awards nominiert.

Am frühen Abend füllte sich das 4,5 Kilometer lange Festgelände. Die Besucher ließen sich vom kalten Wetter nicht abschrecken

Gute Aussicht aus luftiger Höhe. 

Michael Ludwig während seines ersten Donauinselfest-Besuches als Wiener Bürgermeister.

We want you. Beim Donauinselfest. 

Plüschteddy mit politischer Botschaft. 

Zum ersten Mal kamen Metalldetektoren zum Einsatz. 500 Securitys und 700 Polizisten sorgten während des Festes für Sicherheit.

Am frühen Nachmittag mussten die ersten bereits eine Pause einlegen

Stärkung auf Wienerisch. Insgesamt sich die Wiener und Besucher bei 250 Verkaufsständen laben.

Immerhin blieb das Eiland von Dauerregen verschont - lediglich einige sporadische Schauer waren zu verzeichnen. Der für Sonntagabend prognostizierte Niederschlag blieb überhaupt völlig aus. Der Andrang bei den Konzerten war jedenfalls meist groß. Das Line Up berücksichtigte einmal mehr sämtliche Geschmäcker und Genres. Eines der Highlights war der Auftritt des Headliners Wanda am Freitag, aber auch andere Austro-Musikanten wie Pizzera & Jaus, Voodoo Jürgens, Granada, Wiener Blond, Mavi Phoenix oder Gert Steinbäcker wurden bejubelt.

Im Alternativ- bzw. Rapgenre erfreuten zudem die bundesdeutsche Antilopen Gang, die Shout Out Louds aus Schweden oder die US-Combo Portugal The Man die Inselgäste. Auch die Münchner Freiheit, Ex-Reamonn-Star Rea Garvey, das DJ-Ensemble Ofenbach, die einstige Hit-Lieferantin Lisa Stansfield, Irmgard Knef oder der Liedermacher Konstantin Wecker waren mit dabei.

Video: Die Höhepunkte vom Samstag

Beim Rahmenprogramm wurde zum Teil auf bewährte Attraktionen wie Kinderunterhaltung und den beliebten Vorführungen der Einsatzkräfte gesetzt, aber auch Neues ausprobiert. So war es möglich, am Seil über das Festgelände zu schweben. Für Fußball-Fans war zudem eine kleine Public-Viewing-Zone eingerichtet worden.

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Die ehemalige Profi-Eishockeyspielerin Virginia Ernst rockte die Hauptbühne Samstagnachmittag.

Dennis Beissert (links) reist mit seinen Freunden jedes Jahr aus Tirol an.

Jann-Fabian Leitner schaffte es, sich 52 Sekunden lang auf dem Akkubohrer zu halten. Er ist aus Osttirol angereist.

Die Insel füllte sich langsam, aber stetig.

Artisten auf großem Fuß.

Die Brüder Christoph und Sebastian versuchen sich im Sackhüpfen.

Soundcheck von "Jewish Monkey" am Nachmittag im Ö1-Kulturzelt.

Angelika und Caroline kommen aus Salzburg. Sie besuchten das Donauinselfest zum ersten Mal.

Harry und Wolgang kommen jedes Jahr - "wei's leiwand ist". Zunächst gab es Stärkung vom Pizza Mobile.

Die dreijährige Sarah - dank Donauinselfest mit Einhorn auf der Wange und Hello Kitty am Oberam.

Der elfjährige Konrad kam extra wegen des Kendama-Workshop auf die Insel. Er hat das Spiel über einen YouTube-Blogger entdeckt.

Chiara unterwegs in luftiger Höhe. 

Die Kinderinsel wartete mit Hupfburg, Bastelstation und auch Kinderkarussell auf. 

Ein Wilder Kaiser beim Soundcheck auf der Schlagerbühne. 

Vom vielen Herumspazieren und Tanzen wird man müde. Stärkung gefällig?

Während es vor den Bühnen Samstagnachmittag noch ruhig war: auf den Stühlen vor der Public-Viewing-Wall war so gut wie kein Platz

Gert Steinbäcker begeisterte das Publikum auf der Festbühne mit STS-Hits wie "Fürstenfeld" oder "Großvater". Sein Ex-Bandmitglied Schiffkowitz kam mit ihm auf die Bühne.

Konzert mit politischem Statement: "Wie konnte es so weit kommen?", fragte der deutsche Liedermacher Konstantin Wecker. Wir waren auf einem guten Weg, aber jetzt würden wieder Nazis ins Parlament vorrücken.

Neu war heuer auch der Chef: Michael Ludwig durfte erstmals als SPÖ-Vorsitzender und Bürgermeister den Eröffnungsrundgang vornehmen - wobei er seine zum Teil ebenfalls erst seit kurzer Zeit amtierenden roten Regierungsmitglieder mitgebracht hatte.