17-Jähriger bei Unfall schwer verletzt: Geldbuße für Autolenker

Der 29-Jährige hatte einen Motorradfahrer gerammt, als er bei Rot über die Kreuzung fuhr.
Zwei Polizeiautos in der Nacht

Nach einem Unfall mit einem Motorradfahrer im Dezember 2025 ist am Freitag am Wiener Landesgericht das Strafverfahren gegen einen Pkw-Lenker diversionell erledigt worden. Dem 29-Jährigen wurde eine Geldbuße in Höhe von 3.000 Euro auferlegt.

Der Mann war mit überhöhter Geschwindigkeit bei Rot über eine Kreuzung gefahren, wobei er einen linksabbiegenden 17-Jährigen auf seinem Motorrad erwischte. Der Jugendliche wurde durch die Luft geschleudert und schwer verletzt.

Angeklagter geständig

Der Angeklagte zeigte sich geständig. Die Gerichtsentscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Der Autolenker soll den Betrag in sechs Raten in einem noch nicht festgesetzten Zeitraum abbezahlen. Ist dies geschehen, wird die Anzeige zurückgelegt und der Mann gilt weiterhin als unbescholten.

"Dass er nicht stehen geblieben ist, war ein großer Fehler. Dass er zu schnell gefahren ist, war ein großer Fehler", räumte Verteidiger Dominik Wild ein. Der 29-Jährige war mit seinem BMW mit ungefähr 60 km/h in einer 50er-Zone gefahren. 

Der Jugendliche erlitt einen Riss des linken vorderen Kreuzbandes und des inneren Seitenbandes im rechten Knie sowie weitere Verletzungen. Ihm steht noch eine zweite Operation bevor. Der Autolenker und der Verletzte hatten schon vor dem Verfahren Kontakt aufgenommen. 

Er habe den Jugendlichen und dessen Mutter zuhause besucht, erzählte der Angeklagte. Eine öffentliche Entschuldigung forderte der Lehrling nicht. Ursprünglich angeklagt war der 29-Jährige wegen fahrlässiger Körperverletzung.

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