Sport
12/13/2018

10.000 Rangers-Fans in Wien: "Keine Ausschreitungen geplant"

Die Wiener Polizei sorgt mit hunderten Beamten für Sicherheit. Gute Stimmung gab es bereits am Vormittag beim Fantreffen.

von Kevin Kada, Daniel Melcher

Die Stimmung ist ausgelassen, das Pub gesteckt voll. Bereits in den Morgenstunden haben sich die ersten Besucher im Red Lions in der Wiener Löwengasse eingefunden, um sich auf das Match Rapid gegen die  Glasgow Rangers „vorzubereiten“. Selbst  Fans  aus Deutschland und Dubai feiern zusammen mit den tausenden schottischen Anhängern, die wegen des Europa-League-Spiels (mehr dazu im Sport)  nach Wien gekommen sind. Und auch in der Bundeshauptstadt gibt es Sympathisanten.

Franz Berger, Gründer des offiziellen Fanklubs „Vienna True Blues“, hatte bereits am Mittwoch zum Umtrunk geladen. Dem  KURIER  erklärt er, warum er den Fanklub in Wien gegründet hat: „Ich bin generell fußballinteressiert. Mein Verein ist der Sportclub und auch die Rangers. Ich bin immer ins Pub gegangen und habe mir das angeschaut. Komischerweise hat man dann immer dieselbe Leute getroffen und ist ins Reden gekommen.“ Im Jahr 2000 war es soweit:  „Gegründet haben ihn vier, eine Woche später waren wir vierzehn“, lacht er. Selbst Rapidfans sind  dabei. Einige wollten am Donnerstag im Auswärtssektor Platz nehmen.

 

Am Nachmittag platzte das Pub dann aus allen Nähten. Auch andere Lokale waren von den schottischen Anhängern aufgesucht worden. „Es sind sicher keine Ausschreitungen geplant. Wissen kann man es nie. Das eine oder andere zerbrochenen Glas muss man akzeptieren“, meinte ein Fan zum KURIER. Laut Wiener Polizei hatten mehrere Lokale in der Bundeshauptstadt um eine Verlängerung der Sperrstunde angesucht. Bis zu 10.000 Anhänger  wurden laut Sprecher Patrick Maierhofer in der Stadt erwartet. Damit es geordnet zuging, war die Exekutive mit hunderten Beamten aufmarschiert.

 

Gegen 16 Uhr hatte sich ein Großteil der Fans am Schwedenplatz getroffen. Laut  Maierhofer handelte es sich bei den Glasgow-Fans um jene, die individuell angereist waren. Dort warteten drei Sondergarnitur auf die Fans, die direkt nach Ober St. Veit fuhren. Eine halbe Stunde später hatte sich die Anhängerschaft dann bei der U4-Station Ober St. Veit eingefunden.

Die von den Fanklubs organisierten Reisebusse waren direkt dorthin gefahren. „Die Polizei wird die Anhänger dann von dort aus zum Stadion begleiten“, sagt Maierhofer.

 

Aus Flugzeug geflogen

Die Wiener Polizei hatte bereits seit Mittwoch unter anderem auf Englisch getwittert, um die schottischen Fans mit Informationen zu versorgen. Dabei wurde auch auf das Pyrotechnikgesetz und diverse Straßensperren aufmerksam gemacht. Für die Wiener Beamten war es ein Abend mit vielen Herausforderungen, da gleichzeitig zum Match die wöchentlich Donnerstagsdemo stattfand. Deshalb sind zusätzlich zu den 300 Polizisten, die rund um das Stadion anzutreffen sind, weitere hunderte in der Bundeshauptstadt unterwegs.

 

Einige Rangers-Fans hatten bereits am Mittwoch bei ihrer Abreise aus Schottland für Aufsehen gesorgt. Ein Flug mit Fans nach München hob  drei Stunden verzögert ab, weil die Anhänger in betrunkenem Zustand das Lufthansa-Personal auf Trab hielten. Einige mussten das Flugzeug deshalb verlassen. Dadurch hatten die anderen Anhänger ihren Anschlussflug von München nach Wien verpasst.

 

Laut Rapid sind für die Gästefans nur 2500 Karte reserviert. 1600 Tickets sind für den Gästesektor vorgesehen, 200 auf der Längsseite und 300 im VIP–Bereich. 400 Gäste haben offenbar Karten über den Abo-Verkauf für das Heimspiel ergattert, nachdem Rapid den Verkauf nach Schottland unterbunden hat.

Bereits am gestrigen Mittwochabend bevölkerten zahlreiche Glasgow-Rangers-Fans die Wiener Innenstadt:

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