Chronik | Welt
09.04.2017

Zugkollision in Moskau: Mindestens zwölf Verletzte

Nahverkehrszug rollte rückwärts und prallte gegen Fernzug.

Nach dem Zusammenprall zweier Züge in Moskau sind zwölf Menschen verletzt ins Krankenhaus eingeliefert worden. Sechs von ihnen befänden sich "in einem ernsten Zustand", teilte der russische Katastrophenschutzminister Wladimir Puschkow nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen am Sonntag mit.

Die Russische Staatsbahn erklärte, der Zugführer eines Nahverkehrszuges habe abrupt die Bremse betätigt, weil ein Mensch auf den Schienen aufgetaucht sei. Die Bremsen waren jedoch defekt, die Garnitur rollte rückwärts und prallte gegen einen Fernzug auf dem Weg ins weißrussische Brest auf dem selben Gleis. Mehrere Waggons der beiden Züge entgleisten.

Die Bahngesellschaft sprach von 28 Menschen, die nach dem Unfall medizinisch versorgt worden seien. Von Verletzten war nicht die Rede.

Laut Puschkow waren mehr als 200 Einsatzkräfte an Ort und Stelle, um die Gleise nach dem Unglück wieder passierbar zu machen. Sonntagfrüh wurde der Zugverkehr nach Angaben der Staatsbahn wieder aufgenommen.