Zehn Jahre 9/11: Stars, Events und gute Taten

Ein ganzes Land gedenkt der Terroranschläge vom 11. September 2001. Die Trümmer von damals werden nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Zehn Jahre sind die Terroranschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001 nun bereits her. Aus diesem Anlass sind in New York und dem Rest der Welt Gedenkfeiern und andere - teilweise skurrile - Events rund um dieses Datum angesetzt.

Zum Durchklicken... Am Broadway wollen die Stars und Sternchen am 9. September auf ihre eigene Art und Weise den Opfern der Terroranschläge von 9/11 gedenken. Das durch Liza Minelli und Frank Sinatra berühmt gewordene Lied "New York, New York" soll mitten in Manhattan von Broadway-Stars zum Besten gegeben werden. Russell Simmons, Mitbegründer des HipHop-Labels Def Jam, macht sich für das Projekt "My Fellow American" stark. Das Social-Media-Projekt fordert Amerikaner auf, ihre Geschichte über muslimische Mitmenschen, die sie persönlich kennen, per Video online zu stellen. (Der Link zu Simmons' Beitrag ist unter der Bilderleiste zu finden.)

Aktuelle Umfragen zeigen, dass 49 Prozent der US-Amerikaner seit 9/11 eine schlechte Meinung von Moslems haben. Und das obwohl das Magazin Time 2010 in einer Umfrage erhoben hat, dass 62 Prozent der US-Amerikaner noch nie einen Moslem getroffen haben. Im Zentrum dieses Projekts steht ein etwas pathetischer zweieinhalbminütiger Kurzfilm, der äußerst intolerante Aussagen über Moslems, Bildern von muslimischen US-Bürgern gegenüberstellt. (Siehe Link unter der Bildleiste) Auch die Comiczeichner gedenken am 11. September den Opfern der Terroranschläge. Auf den Comicseiten der amerikanischen Sonntagszeitungen wird "Hägar der Schreckliche" sich bei den Rettungskräften bedanken und "Spider-Man" die Feuerwehrmänner rühmen. Mehr als 100 Künstler nehmen an der Aktion "Cartoonists Remember 9/11" teil. Die Zeichnungen werden am 11. September zum ersten Mal veröffentlicht. Auch Stan Lee ("Spider-Man") wird seine Gedanken an diesem Sonntag zu Papier bringen. Im Hangar 17 am Flughafen JFK lagern seit dem Terroranschlag symbolträchtige Überreste, die nun in der ganzen Welt gezeigt werden sollen. Angeblich auch deshalb, weil der Flughafen den Platz wieder braucht... In aufwändiger Detailarbeit wurden die berührendsten Wrackteile von dem US-Architekten Mark Wagner abfotografiert, kategorisiert und sollen nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Den Feuerwehrwagen (Bild 5) sowie diese beim ehemaligen World Trade Center abgestellten Räder soll sich angeblich das Ground Zero Museum gesichert haben. Andere Objekte, wie ein Teil dieses Stahlträgers, werden an interessierte Gemeinden in den USA verschenkt. Die Auflagen für eine derartige Schenkung sind Selbstabholung sowie die Platzierung an einem öffentlichen und kostenlos zugänglichem Ort. Diese Abholung gleicht einem Staatsbegräbnis. Die Überreste sollen angeblich auch weltweit gezeigt werden, um der Opfer zu gedenken. Unter den Fundstücken befindet sich außerdem diese zerfetzte Uniform,... ... ein einzelner Pantoffel der American Airlines. Ob er aus dem abgestürzten Flugzeug stammt, ist nicht bekannt. Teile des verbogenen Stahlträgers werden zersägt. Schließlich soll jede Gemeinde ihr eigenes Erinnerungsstück bekommen. Der junge Feuerwehrmann Bob McGovern mit einer US-Flagge, die am Ground Zero gehisst war.
(kurier) Erstellt am
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