Filipinos light candles during a vigil to pay tribute to the victims of the Orlando, Fla. mass shooting Wednesday, June 15, 2016 in Manila, Philippines. A gunman, later identified as Omar Mateen, opened fire inside a crowded gay nightclub early Sunday. (AP Photo/Bullit Marquez)

© Deleted - 253137

USA
06/15/2016

Witwe von Orlando-Attentäter droht Anklage

Sie begleitete ihren Mann laut Berichten zu möglichen Zielen.

Nach dem Massaker von Orlando rückt Insidern zufolge die Witwe des Attentäters in den Mittelpunkt der Ermittlungen. Noor Salman könnte angeklagt werden, weil sie von den Anschlagsplänen ihres Mannes gewusst habe, sagte ein Vertreter der US-Strafverfolgungsbehörden am Mittwoch. Noch im Laufe des Tages könne Klage gegen sie erhoben werden. Berichten der Fernsehsender CNN und NBC zufolge soll sie den Attentäter Omar Mateen begleitet haben, als er mögliche Anschlagsziele ausgekundschaftet habe - darunter die von Schwulen und Lesben frequentierte Bar, wo der 29-Jährige am frühen Sonntagmorgen 49 Menschen tötete und später von Sicherheitskräften erschossen wurde. Der Sender Fox News berichtete unter Berufung auf eine FBI-Quelle, Salman drohe Anklage wegen Mittäterschaft an 49 Morden und 53 versuchten Morden. Außerdem könne sie wegen Nichtanzeige einer geplanten Straftat belangt werden.

Geschworene beraten über Beweislage

Laut NBC hat Salman Ermittlern gegenüber erklärt, sie habe versucht, ihren Mann von dem Attentat abzuhalten. Zugleich habe sie aber eingeräumt, ihn im Vorfeld einmal zu dem Nachtklub gefahren zu haben. NBC und CNN zufolge war sie auch dabei, als Mateen auf der Suche nach Attentatszielen den Disney-Freizeitpark und ein Einkaufszentrum ausgespäht habe. Ermittlerkreisen zufolge beraten derzeit Geschworene darüber, ob die Beweislage für eine Anklage gegen Salman ausreicht. US-Senator Angus King, Mitglied des Geheimdienstausschusses des Senats, sagte CNN, Mateens Witwe scheine kooperationsbereit zu sein und könne offenbar wichtige Informationen liefern. Salman war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Er könnte aus Selbsthass gehandelt haben

Das Massaker gilt als der schwerste Angriff innerhalb der USA seit den Anschlägen vom 11. September 2001. Berichte über die Rolle der Täter-Witwe wecken zudem Erinnerungen an den Angriff von San Bernardino in Kalifornien, wo ein mit der Extremistenmiliz Islamischen Staat (IS) sympathisierendes Ehepaar im Dezember 14 Menschen getötet hatte. Der Attentäter von Orlando gelobte nach Polizeiangaben noch während des dreistündigen Massakers in mehreren Anrufen bei der Polizei und bei Medien dem IS Gefolgschaft. Den Ermittlern zufolge gibt es jedoch bisher keine Beweise dafür, dass der Mann mit afghanischen Wurzeln von Gruppen wie dem IS Instruktionen erhalten habe. Allerdings hatte sich die Extremistenmiliz anschließend hinter seine Tat gestellt. Dennoch gehen die Behörden eher davon aus, dass sich der 29-Jährige selbst radikalisiert hat. Die Ermittler gehen Insidern zufolge auch Berichten nach, wonach Mateen selbst homosexuell gewesen sein soll und aus Selbsthass gehandelt haben könnte.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.