Unfall auf dem Tiber

© APA/EPA/MASSIMO PERCOSSI

Italien
02/03/2014

Winterchaos: Schiff bleibt in Brücke stecken

Die winterlichen Unwetter machen Italien schwer zu schaffen. Die Flüsse stiegen an - nicht ohne Folgen.

Regen, Regen, Regen: Italien steht unter Wasser. In der Hauptstadt Rom gibt es großen Sachschaden zu beklagen, der Tiber droht über die Ufer zu treten. Bisher ist der Fluss schon so angeschwollen, dass am Montag ein Schiff in einer Brücke steckenblieb.

120 Familien, die in Fiumicino südlich der italienischen Hauptstadt leben, mussten wegen den Überschwemmungen ihre Wohnungen verlassen und verbrachten die Nacht in Hotels. Das Heer wurde eingesetzt, um bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Die Schulen blieben in Fiumicino gesperrt. Mehrere Straßen mussten in Rom gesperrt werden, nachdem Steine und Geröll auf die Fahrbahn gelangt waren.

Der Regen wollte auch am Montag noch nicht aufhören, was der norditalienischen Region Veneto große Probleme bereitet: Mehrere Flüsse, darunter die Etsch und der Fluss Brenta standen unter Beobachtung. Der Fluss Bacchiglione erreichte unweit der Stadt Vicenza einen Rekordstand und trat über die Ufer. Mehrere Straßen wurden überschwemmt.

Schnee-Rekord

Kritisch war die Lage auch in der Dolomiten-Bergortschaft Cortina d ́Ampezzo, die am Wochenende die heftigsten Schneefälle der vergangenen 60 Jahre erlebte. Die Betreiber der Skianlage sprachen von einer verlorenen Wintersaison. Die Lawinengefahr war akut. Wegen der Unwetter gab es Probleme mit der Stromversorgung.

Heftige Regenfälle und Schnee belasteten auch die Region Friaul Julisch Venetien. In mehreren Gemeinden des Kanaltals kam es zu Stromausfällen. Auch hier warnten Meteorologen vor Lawinengefahr. Erdrutsche gab es außerdem in der Adria-Region Marche. Laut den Vorhersagen sollten die Unwetter noch bis Dienstag andauern.

Auch in Süditalien war die Lage noch kritisch. Eine 45-jährige Frau, die von einem Bach unweit von Messina weggerissen wurde, konnte sich retten. Die schwer geschockte Frau hatte mit einem Rad versucht, den Bach zu überqueren. In der Nacht auf Sonntag war im sizilianischen Noto ein Auto von den Wassermassen erfasst und weggeschwemmt worden. Drei Menschen, darunter ein siebenjähriges Mädchen, kamen ums Leben. Vier weitere Personen, darunter auch die Mutter des Kindes, konnten sich retten. Erdrusche und heftige Niederschläge belasteten auch die süditalienische Region Kalabrien. Unweit von Reggio Calabria waren Dutzende Familien wegen eines Erdrutsches isoliert.

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