© APA/EPA/USGS

Westküste
02/03/2014

Schweres Erdbeben in Griechenland

Das Epizentrum lag 120 Kilometer westlich der Stadt Patras. In Kefalonia gab es Verletzte.

Vor der Westküste Griechenlands hat sich in der Nacht auf Montag ein starkes Erdbeben ereignet. Wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte, hatte es eine Stärke von 6,1 nach der Richter-Skala. Das Epizentrum habe sich 120 Kilometer westlich der Stadt Patras in einer Tiefe von 13,6 Kilometern befunden. Berichte über Schäden oder Opfer lagen nicht vor.

Der Erdstoß wurde als sehr stark empfunden. Das Beben konnte man im gesamten Westen Griechenlands spüren. Sogar im rund 300 Kilometer östlich liegenden Athen wurde der Erdstoß in höheren Etagen bemerkt.

Auch Kefalonia betroffen

Das Beben erschütterte auch die Insel Kefalonia, auf der sich erst vor einer Woche ein starkes Erdbeben ereignet hatte. "Wir haben einige Verletzte und im Hafen erhebliche Schäden", sagte der Bürgermeister der Insel Kefalonia, Alexandros Parisis im Rundfunk.

Nach griechischen Angaben hatte das Beben eine Stärke von 5,7. Das Epizentrum lag nahe der Stadt Argostoli auf der Insel im Ionischen Meer. Bereits am 26. Jänner hatte ein Erdstoß der Stärke 5,9 erhebliche Schäden angerichtet. Auf der Insel mit etwa 36.000 Einwohnern herrschte am Montag laut Augenzeugen Angst.

Mindestens zehn Menschen seien leicht verletzt worden, die meisten von herabfallenden Gegenständen, sagte der Direktor des Krankenhauses der Kleinstadt Lixouri im griechischen Rundfunk. Die meisten von ihnen konnten rasch wieder entlassen worden.

"Wir haben einige Verletzte und im Hafen erhebliche Schäden", sagte der Bürgermeister der Inselhauptstadt Argostoli, Alexandros Parisis, im Radio. Das Epizentrum lag nahe Argostoli.

Auf der Insel war nach dem ersten Beben der Notstand ausgerufen worden. Die Regierung stellte eine Fähre und ein Schiff der Marine mit rund 2000 Betten zur Verfügung - für Menschen, die Angst hatten, in ihre Häuser zurückzukehren. Zudem legte ein Schiff der Marine mit mehreren Ärzten an Bord in Argostoli an.

Kefalonia und die nahegelegene Insel Zakynthos wurden 1953 nach einem Seebeben der Stärke 7,2 verwüstet. Damals gab es etwa 500 Tote.

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