Chronik | Welt
08.05.2018

Vulkanausbruch auf Hawaii: Lavamassen bedrohen Orte

Viele Häuser zerstört. Evakuierungsanordnung für Anrainer bleibt in Kraft.

Seit dem Ausbruch des Vulkans Kilauea in Hawaii sind mindestens 35 Häuser zerstört worden. Dutzende weitere Häuser seien in Gefahr, erklärte die Zivilschutzbehörde des US-Archipels im Pazifik am Montag. Die Evakuierungsanordnung für die von Lavamassen und giftigen Gasen bedrohten Orte Leilani Estates und Lanipuna Gardens blieb in Kraft. Hunderte Menschen waren betroffen.

Die Behörde warnte die Anrainer vor einer hohen Konzentration von Schwefeldioxid. Der Vulkan Kilauea auf der Insel Hawaii war am Donnerstag nach einer Reihe von Erdbeben ausgebrochen. Nach Angaben der Zivilschutzbehörde vom Montag gab es zehn Risse im Boden, aus einem von ihnen quoll glühende Lava mehr als einen Kilometer weit und ergoss sich über eine Straße. Zuvor war nur in unmittelbarer Nähe der Risse Lava gesehen worden.

Schwerstes Erdbeben seit 1975

Derweil wurden kaum noch Nachbeben verzeichnet. Inmitten der zahlreichen Nachbeben war die Insel Hawaii am Freitag von ihrem schwersten Erdbeben seit 1975 erschüttert worden. Es hatte eine Stärke von 6,9. Der Kilauea ist einer von fünf Vulkanen auf Hawaii, der größten Insel des gleichnamigen US-Bundesstaates.

Weitere Risse an der Erdoberfläche

Unterdessen haben sich zwei weitere Risse in der Erdoberfläche aufgetan. Zwar habe der Austritt von Lava durch die Brüche im Boden nachgelassen, es gelangten aber weiter gefährliche Gase an die Erdoberfläche, teilte die Zivilschutzbehörde am Montagabend (Ortszeit) auf ihrer Webseite mit.