Gouverneur Chris Christie dürfte nichts gewusst haben

© Reuters/EDUARDO MUNOZ

USA
02/03/2014

Vier Tage Stau als politische Strafe

Die so genannte "Bridgegate-Affäre" zieht weitere Kreise im US-Politzirkus.

Im September wurde die viel befahrene George-Washington-Bridge zwischen New York und der Stadt Fort Lee in New Jersey auf mehreren Spuren gesperrt, was vier Tage lang Mega-Staus auslöste. Dann stellte sich heraus, dass enge Mitarbeiter des republikanischen Gouverneurs die Sperre angeordnet hatten, um damit den demokratischen Bürgermeister von Fort Lee abzustrafen, weil er sich geweigert hatte, Chris Christie bei seiner Wiederwahl zu unterstützen.

Jetzt tobt der Streit, wer wann etwas gewusst haben könnte. Der für die Schließung verantwortliche Behördenvertreter behauptet, Beweise zu haben, dass der Gouverneur informiert gewesen war. Der Demokrat John Wisniewski, der die Untersuchung des Falls durch das Parlament von New Jersey leitet, behauptet hingegen, „bis jetzt keine Beweise“ zu haben, dass Christie die Sperre angeordnet habe.

Die Auslassung des Behördenvertreters werfe allerdings die Frage auf: Was hat er und warum hat es die Untersuchungskommission nicht?

In den USA ist Bridgegate von überregionaler Bedeutung. Denn Chris Christie gilt als chancenreicher nächster republikanischer Präsidentschaftskandidat. Als einer der wenigen Republikaner hätte er auch reelle Chancen gegen eine Kandidatur von Hillary Clinton aufseiten der Demokraten. Christie entschuldigte sich für die Brückensperre. Er streitet aber jede Verantwortung ab und gibt seinen Mitarbeitern die Schuld.

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