Video: Arzt fand lebende Kakerlake in Kopf von Patientin

Eine Hand in einer anderen Hand auf dem Zeigefinger der oberen Hand sitzt eine schwarze Kakerlake © Bild: APA/AFP/AFPBB News/YOKO AKIYOSHI

Frau hatte über Juckreiz hinter den Augen geklagt. Arzt: "So etwas habe ich in 30 Jahren Praxis noch nie gesehen."

Eine Kakerlake ist im Schlaf in die Nase eines Menschen gekrochen und hat sich tief eingegraben. Das Tier hat eine ahnungslose Frau im Süden Indiens nach dem Aufwachen wegen eines Juckreizes hinter den Augen fast in den Wahnsinn getrieben. Über den Fall berichtete die indische Tageszeitung New Indian Express.

Die 42-jährige Hausangestellte war laut dem Blatt nach einem harten Arbeitstag schlafen gegangenen, doch gegen Mitternacht wachte sie auf. Der Grund: Sie hatte einen stechenden Kopfschmerz zwischen den Augen. Die Frau zu der Zeitung: "Ich konnte das Gefühl nicht erklären, aber ich war sicher, dass es irgendein Insekt war. Es war ein prickelndes, kriechendes Gefühl. Immer wenn es sich bewegte, hatte ich ein brennendes Gefühl in meinen Augen." Beim Einschlafen hatte die Frau noch bemerkt, dass etwas in ihr Nasenloch gekrabbelt war, konnte es aber nicht mehr rausholen.

Die Angestellte ging zum Arzt. Dieser untersuchte sie mit einer Taschenlampe. Der Mediziner schickte sie jedoch mit den Worten er könne "nichts für sie tun" wieder weg. Der nächste Mediziner erklärte seiner Patientin, ihre Beschwerden könnten von einer Hautwucherung in der Nase kommen.

Erst bei der dritten Anlaufstelle konnten die Ärzte klären, was wirklich los war: Die Mediziner im "Government Stanley Medical College Hospital" in Chennai an der Ostküste Indiens fanden mithilfe einer nasalen Endoskopie den wahren Grund für das stechende Gefühl zwischen den Augen der Frau. Als der Hals-Nasen-Ohren-Spezialist M.N. Shankar mit einem Endoskop die Nase seiner Patientin absuchte, entdeckte er das Übel: "Ich sah ein paar kleine Beinchen zappeln", berichtet Shankar.

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Schließlich wurde ihm klar, dass "ich auf das Hinterteil einer Kakerlake blickte", erinnerte sich der Mediziner schaudernd. Die abenteuerlustige Küchenschabe hatte sich bis fast zur Schädelbasis vorgearbeitet. So etwas habe er in 30 Jahren Praxis noch nie gesehen, beteuerte Shankar. Er holte die immer noch lebende und zappelnde Kakerlake mit einem staubsaugerähnlichen Instrument aus dem Kopf seiner Patientin.

Die Kakerlake hätte im Kopf der Frau Schlimmes anrichten können: "Wenn sie drin geblieben wäre, wäre sie gestorben und die Patientin hätte eine Infektion entwickelt, die sich auf das Gehirn ausgebreitet hätte", so ein Arzt zum New Indian Express.

Der Frau ging es nach dem etwa 45 Minuten dauernden Eingriff gut. Allerdings sei es ihr "peinlich" gewesen, dass sie eine Küchenschabe in ihrer Nase beherbergt habe, sagte der Arzt.

( Agenturen , kurier.at , dw ) Erstellt am 09.02.2017